Berlin

Schleuser-Verdacht – Razzien in der Hauptstadt

Um einem mutmaßlichen Schleuser auf die Schliche zu kommen, hat die Bundespolizei am Mittwochmorgen zahlreiche Wohnungen in Berlin durchsucht – und dabei 350 Blankodokumente beschlagnahmt. An der großangelegten Aktion waren mehr als 200 Beamte beteiligt, darunter auch Spezialkräfte. Wie die Bundespolizei mitteilte, richteten sich die Ermittlungen gegen einen 34 Jahre alten Berliner. Er soll die Blankodokumente beschafft, gefälscht und dann zur Schleusung von Ausländern benutzt haben. Für die Vermittlung der Dokumente habe er zwischen 500 und 3000 Euro verlangt. Der Mann wurde am Mittwoch vernommen, aber nicht festgenommen.

Außer zehn Wohnungen durchsuchten die Beamten in Berlin auch eine Pizzeria und eine Autovermietung. Auch in einem Gehöft im brandenburgischen Wandlitz suchten die Beamten nach Beweisen. Die Blankodokumente – unter anderem Aufenthaltstitel und vorläufige Reisepässe – fanden sie in der Wohnung des 35 Jahre alten Bruders des Hauptverdächtigen. Auch eine Maschinenpistole aus dem 2. Weltkrieg stellten die Polizisten dort sicher.

( dapd/tj )