Straßenfehde in Reinickendorf

20-köpfige Gruppe greift zwei Berliner Brüder an

Gleich von 20 Angreifern sahen sich ein 16-Jähriger und sein nur ein Jahr älterer Bruder umzingelt. Doch dabei blieb es nicht. Einer der Täter attackierte den Jüngeren der beiden mit einem Messer und verletzte ihn an der Lunge. Hintergrund der Tat könnte ein Einbruch in die Wohnung der Eltern der beiden sein.

Eine rund 20-köpfige Gruppe hat zwei Brüder in Reinickendorf attackiert. Die 16 und 17 Jahre alten Jungen waren am Montagabend in der Scharnweberstraße unterwegs, als die Gruppe sie umringte und einer der Täter den Jüngeren mit einem Messer attackierte, wie die Polizei mitteilte. Dabei erlitt der Jugendliche Stichverletzungen am Arm sowie am Oberkörper, wobei auch die Lunge verletzt wurde. Während sein Bruder unverletzt blieb, kam der 16-Jährige zur stationären Behandlung in eine Klinik. Lebensgefahr besteht jedoch nicht.

Hintergrund der Tat könnte laut Polizei ein Einbruch in die Wohnung der Eltern der beiden Angegriffenen sein. Die Brüder hatten mehrere mutmaßliche Täter ausgemacht, der Verdacht ließ sich jedoch nicht bestätigen. Die Angreifer könnten Angehörige der Verdächtigen sein.

Nach dem Übergriff entkamen die Angreifer mit mehreren Fahrzeugen unerkannt in Richtung Kurt-Schumacher-Platz. Ersten Ermittlungen zufolge dürfte der Hintergrund in einem Wohnungseinbruch in den Vormittagsstunden zu suchen sein. Unbekannte drangen gewaltsam in die elterliche Wohnung im Eichborndamm ein und entwendeten Schmuck, Bargeld, Bekleidung und technische Geräte.

Nach ersten Ermittlungen hatten die Jugendlichen zuvor Angehörige der Angreifer verdächtigt, in ihr Elternhaus eingebrochen zu sein. Am selben Tag hatten Unbekannte aus dem Elternhaus der Opfer unter anderem Schmuck und Bargeld gestohlen. Nach einem Hinweis der Jungen kontrollierten Polizisten einige Personen, ein Tatverdacht bestätigte sich dabei aber nicht. Offensichtlich handele es sich bei den Angreifern um Angehörige der Verdächtigten.