Weißensee

Metalldiebstähle auf jüdischem Friedhof

Der jüdische Friedhof in Berlin-Weißensee ist in den vergangenen Tagen offenbar mehrfach von Metalldieben heimgesucht worden. Zuletzt wurden erhebliche Beschädigungen an 16 Grabstellen entdeckt und der Diebstahl von 47 Gegenständen festgestellt, teilte der Kultusdezernent der Jüdischen Gemeinde Berlin, Grigorij Kristal, am Montag in der Bundeshauptstadt mit. Der materielle Schaden belaufe sich auf rund 10.000 Euro, der immaterielle Schaden liege jedoch weitaus höher.

Auf einem jüdischen Friedhof die Gräber zu zerstören, zeuge von mangelndem Respekt und fehlendem Verständnis für die Vergangenheit. Die Hinterbliebenen, aber auch die Jüdische Gemeinde selbst, seien wegen der Zerstörung der Grabanlagen fassungslos. Wie Kristal weiter mitteilte, beklagten Kulturhistoriker den Verlust wertvoller Metallgefäße. Viele seien gerade erst wegen ihrer bedeutsamen Gestaltung kostspielig restauriert worden.