Brandenburg

Angler kommt Schleuse zu nahe und ertrinkt

Der starke Sog einer Schleuse ist einem Angler am Wochenende auf der Dahme zum tödlichen Verhängnis geworden. Nach Angaben der Polizei war der 49-Jährige mit einem zweiten Angler im Boot dem Prieroser Wehr (Brandenburg) zu nahe gekommen. Das Ruderboot kenterte. Der 58 Jahre alte Bootsführer konnte sich schwimmend retten, sein Begleiter nur noch tot geborgen werden. Warum die beiden sich überhaupt am vergangenen Samstag in dem für Boote gesperrten Bereich aufhielten, ist noch unklar.

Der Geschäftsführer des Landesanglerverbandes, Andreas Koppetzki, mahnte, gesperrte Stellen strikt zu respektieren. An vielen Schleusen seien inzwischen Fischwanderwege eingerichtet; dort sei das Angeln ohnehin weiträumig verboten. Angler kämen grundsätzlich nur „sehr, sehr selten“ bei der Ausübung ihres Hobbys ums Leben, sagte Koppetzki mit Blick auf den aktuellen Fall.