Prenzlauer Berg / Spandau

Angezündete Wahlplakate – FDP beklagt Intoleranz

Die Berliner Polizei hat in der Nacht zum Sonnabend fünf Menschen beim Anzünden von Wahlplakaten erwischt. In der Wichertstraße im Stadtteil Prenzlauer Berg ertappten die Beamten einen 20-jährigen Mann und dessen 17-jährige Begleiterin auf frischer Tat. In der Spandauer Daumstraße wurden drei Frauen im Alter von 18 bis 21 Jahren festgenommen.

In Spandau wurde dem Vernehmen nach Wahlwerbung der rechtsextremen NPD zerstört. In Prenzlauer Berg soll die Attacke einem FDP-Plakat gegolten haben, was die Freidemokraten umgehend als Zeichen zunehmender Intoleranz verurteilten.

„Das akzeptieren von anderen Meinungen und Botschaften sind in unserer Demokratie, gerade im Wahlkampf, von elementarer Bedeutung“, erklärte der FDP-Landesvorsitzende Christoph Meyer. Im aktuellen Fall wolle die Partei aber auf einen Strafantrag verzichten, wenn die beiden Festgenommenen ihre Schuld in einem sozialen Projekt gegen Linksextremismus abarbeiteten.