Mitte

Unerlaubter Brückenbau – Bauaufsicht und Polizei schlichten

Im Streit um die Bebauung von Teilen eines unter Zwangsverwaltung stehenden Areals zwischen der Oranienburger Straße sowie der Friedrich- und Johannisstraße mussten Bauaufsicht, Polizei und Feuerwehr gestern Abend schlichtend eingreifen.

Der Sicherheitsdienst des Zwangsverwalters alarmierte die Polizei gegen 20 Uhr, da Personen der auf Teilbereichen des Geländes verbliebenen Künstlergruppierung ein mehrere Meter hohes provisorisches Stahlkonstrukt errichtet hatten. Offensichtlich sollte dieses Bauwerk als Brückenschlag vom Gebäude auf die Freifläche dienen, da bereits mehrere Personen auf das verschweißte und mit unbefestigten Holzplatten ausgelegte Bauteil geklettert waren.

Nach Anordnung der Einstellung aller Schweiß- und Brückenbauarbeiten sowie Kurzbegutachtung durch die Bauaufsicht wurden alle Zugänge zu der unsicheren Überbrückung gesperrt und alle Personen in Höhenluft zurück auf den festen Boden gebeten. Rund 40 Polizeibeamte und die vorsorglich alarmierte Berliner Feuerwehr konnten sowohl die Streitparteien als auch die unfreundliche Stimmung unter den etwa 90 Brückenfans gegen Mitternacht in weniger turbulente Bahnen lenken.

Im Zuge der anfänglich handfesten Streitigkeiten wurde ein Sicherheitsmitarbeiter leicht am Fuß verletzt und seine mitgebrachte Leiter beschädigt. Die Beamten leiteten Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung, Hausfriedensbruchs, Sachbeschädigung und falscher Verdächtigung ein.