Charlottenburg

Polizisten retten Schwerverletztem das Leben

Polizisten haben am Sonnabend in Berlin-Charlottenburg einem Mann das Leben gerettet. Sie nahmen einen Verdächtigen fest, der zuvor das Opfer verletzt hatte.

Die Beamten hatten gegen 4.45 Uhr einen Einsatz am Richard-Wagner-Platz, als ein Passant auf der gegenüberliegenden Seite laut um Hilfe schrie. Die Polizisten sahen einen Mann vor einem Lokal zu Boden sinken und eilten zu dem mittlerweile bewusstlosen und in einer Blutlache liegenden Verletzten. Bis zum Eintreffen des alarmierten Notarztes reanimierten die Polizisten - einer von ihnen ist ausgebildeter Rettungssanitäter - den inzwischen puls- und atemlose 19-Jährigen.

Ersten Ermittlungen zufolge setzte sich das spätere Opfer mit einem Kumpel zu einem 21 Jahre alten Gast in dem Café am Richard-Wagner-Platz an dessen Tisch. Doch die drei gerieten in Streit, der mit einer Kopfplatzwunde bei dem 21-Jährigen endete. Als die Auseinandersetzung immer weiter eskalierte, verwies der Betreiber des Lokals die beiden anderen Männer des Cafés. Beim Verlassen verfolgte offenbar der Angegriffene die beiden anderen und verletzte den 19-Jährigen mit einem Messer am Bein. Er brach auf dem Gehweg zusammen.

Weitere Einsatzkräfte nahmen den 21-Jährigen, der von dem Wirt festgehalten worden war, im Lokal fest. Nach einer ambulanten Behandlung der Kopfplatzwunde in einem Krankenhaus, wurde der Mann der Kriminalpolizei der Direktion 2 überstellt.

Der 19-Jährige wurde in eine Klinik eingeliefert. Sein Zustand ist weiterhin kritisch. Die Ermittlungen wegen eines versuchten Tötungsdeliktes dauern an.