Erkner

Zwei Männer nach Haus-Explosion festgenommen

Ein Streit unter Mietern war höchstwahrscheinlich der Auslöser für die Explosion eines Mehrfamilienhauses am Sonntag in Erkner (Oder-Spree). Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts des versuchten Mordes und schwerer Brandstiftung sowie wegen Beihilfe gegen drei Männer. Gegen zwei von ihnen wurde am Montagabend Haftbefehl erlassen, sie kamen in Untersuchungshaft, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Ein noch flüchtiger 47-Jähriger, der in dem Haus wohnt, hatte Krach mit anderen Mietern, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder). Er habe deshalb das Haus abbrennen wollen.

Die zwei Männer im Alter von 43 und 41 Jahren wurden kurz nach der Tat festgenommen. Sie legten Geständnisse ab, wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte. Die Haftbefehle lauteten auf Verdacht des versuchten Mordes und schwere Brandstiftung, im Fall des einen Festgenommenen wegen Beihilfe. Dieser habe vor dem Haus gewartet und das Fluchtauto gefahren.

Bei der Explosion, die sich kurz nach Mitternacht ereignete, erlitt nach Angaben der Polizei ein Mieter leichte Verletzungen. Ihm gelang es, sich ins Freie zu retten. Ein zunächst vermisster 41 Jahre alter Hausbewohner meldete sich später bei der Polizei. Nach der Explosion brach ein Brand in dem Gebäude aus. Dach- und Obergeschoss wurden völlig zerstört.

Die Männer, die alle aus Erkner stammen, sind nach Angaben der Staatsanwaltschaft zwischen 41 und 47 Jahren alt. Im Polizeibericht war von 42 bis 48 Jahren die Rede.