Brandenburg

Haftbefehl nach Brandanschläge auf Post und Laube

Nach den Brandanschlägen in Spremberg (Spree-Neiße) auf die Deutsche Post AG und eine Gartenlaube ist ein 21 Jahre alter Tatverdächtiger festgenommen worden. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, wurde der Mann aufgrund von Zeugenaussagen und Spuren am Tatort am Samstag gefasst und einem Haftrichter vorgeführt.

Bei den schweren Brandanschlägen waren sieben Postfahrzeuge völlig zerstört und die Laube in Schutt und Asche gelegt worden. In beiden Fällen wurden Brandbeschleuniger eingesetzt, sagte Polizeisprecher Torsten Wendt.

In der Nacht zu Samstag hatte ein Anwohner kurz nach Mitternacht auf dem Betriebshof der Post AG mehrere brennende Wagen entdeckt und die Einsatzkräfte alarmiert. Durch die Hitze wurden zwei weitere Postwagen und die Fassade eines Wohnhauses beschädigt. Ein Teil des Gebäudes darf nicht betreten werden, Statiker müssten erst die Standfestigkeit prüfen.

20 Minuten später wurde ein Laubenbrand in einer Gartenanlage gemeldet. In dem Häuschen übernachtete ein Ehepaar. Der Mann wollte gerade aufstehen, um zur Arbeit zu gehen, als er einen lauten Knall hörte und Feuer entdeckte. Das Ehepaar konnte sich unverletzt ins Freie retten. Die Laube brannte nieder, eine weitere wurde durch die Löscharbeiten beschädigt.

Der Haftbefehl gegen den 21-Jährigen aus Spremberg wurde gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt. Er machte zunächst keine Angaben zu den Taten. Die Kriminalpolizei ermittelt weiter.