Mitte

Rechtsextremisten am Holocaust-Mahnmal - Polizei schreitet ein

Die Berliner hat am Sonnabend mehreren Rechtsextremisten verboten, sich am Holocaust-Mahnmal in Mitte aufzuhalten. Die Beamten befürchteten eine "demonstrative Aktion" und sprachen mehrere Platzverweise aus. Eine 15-köpfige Gruppe hatte zuvor in der Stauffenbergstraße in Tiergarten eine Kundgebung abgehalten, die von einem Mitglied einer rechtsgerichteten Partei angemeldet worden war. Nach Ende der Veranstaltung begaben sich die Teilnehmer in Richtung Potsdamer Platz. Zwölf Personen aus der Gruppe betraten dann in Höhe Ebertstraße/Ecke Hannah-Arendt-Straße das Stelenfeld des Mahnmals. Polizeibeamte, die die Griuppe zuvor bereits während der Kundgebung beobachtet hatten, erteilten Platzverweise.

Gegen einen 26 Jahre alten Teilnehmer der Kundgebung wird wegen Beleidigung ermittelt. Ein Polizist hatte den Mann aufgefordert, den Gehweg vor der Botschaft Österreichs zu verlassen und zum zugewiesenen Versammlungsort zurückzukehren. Der Mann verlangte daraufhin von dem Polizeibeamten (der einen Migrationshintergrund hat), einen deutschen Beamten zu holen. Von einem „Ausländer“ lasse er sich nichts sagen.