Charlottenburg

Junge nach Alkoholexzess im Krankenhaus

Feuerwehrmänner haben am Donnerstag zwei betrunkene Kinder in Charlottenburg aufgegriffen. Eines von ihnen musste stationär im Krankenhaus aufgenommen werden. Wann es entlassen werden kann, ist noch unklar.

Ein Passant hatte die beiden Jungen gegen 16.15 Uhr beim Trinken in einer Grünanlage an der Brandenburgischen Straße gesehen und die Feuerwehr alarmiert. Die beiden zwölf und 14 Jahre alten Jungen wurden von einer Rettungswagenbesatzung in eine nahegelegene Klinik gebracht und dort genau untersucht. Der Ältere hatte einen Atemalkoholwert von mehr als 1,6 Promille, die behandelnden Ärzte ordneten eine stationäre Behandlung an und informierten die Polizei. Der Zwölfjährige wurde seiner Mutter übergeben. Bei einer ersten Vernehmung im Krankenhaus gaben die Kinder zu Protokoll, „Lustigmacher“ - Bier und Whisky – in einem Wilmersdorfer Lebensmittelmarkt gestohlen zu haben. Nun droht den beiden zudem eine Strafanzeige wegen Ladendiebstahls. Die Ermittlungen dauern an.

Bei der Polizei geht man davon aus, dass sich die Fallzahlen der betrunkenen Jugendlichen in den kommenden Wochen noch erhöhen werden. Das liegt nach Angaben eines Beamten an den Witterungsverhältnissen. „In den Wintermonaten halten sich die Cliquen der Jugendlichen logischerweise in Wohnungen auf, wo ihr Handeln natürlich nicht auffällt. Man findet sie dann auch nicht volltrunken auf einer Parkbank liegend, sondern sie schlafen ihren Rausch bei sich zu Hause oder bei Freunden am Wochenende aus.“

Mit den wärmeren Temperaturen ziehe es die Jugendlichen wieder ins Freie, wodurch Spaziergänger auf sie aufmerksam würden. „Die Gefahr besteht darin, dass die Jugendlichen mit einer Alkoholvergiftung in einem Zimmer herumliegen, nicht entdeckt werden und möglicherweise an eben dieser Vergiftung sterben“, so der Beamte.