Wilmersdorf

Trickbetrüger wollten Senioren täuschen

Die Polizei hat in Berlin-Wilmersdorf an einem Tag zwei Fälle von Trickbetrügereien registriert. Wie die Polizei am Freitag mitteilte, nahmen Beamte des Landeskriminalamts am Donnerstagmittag einen 16-Jährigen fest, der sich einer 77-Jährigen mehrfach als Neffe ausgegeben und Geld erschlichen hatte. Nachdem es innerhalb von drei Tagen zu vier Geldübergaben gekommen war, wurde die Frau misstrauisch und alarmierte die Polizei. Die Ermittler lauerten dem 16-Jährigen nach einer weiteren Geldübergabe auf und nahmen ihn fest.

Ebenfalls in Wilmersdorf vertrieb am selben Tag ein 84-Jähriger zwei Trickbetrüger vor seiner Wohnung. Die beiden Männer hatten nach Polizeiangaben an der Wohnungstür des Seniors geklingelt und sich als Beamte der Kriminalpolizei ausgegeben, die wegen einer Ermittlung seine Wohnung betreten müssten. Als der 84-Jährige einen Dienstausweis sehen wollte, zeigten ihm die Trickbetrüger eine BVG-Monatskarte. Daraufhin schloss der Senior sofort die Wohnungstür. Die Betrüger verließen fluchtartig das Haus und entkamen unerkannt.

Die Polizei rät vor allem älteren Menschen zu einem gesunden Misstrauen. Niemals sollten Fremde in die Wohnung gelassen werden. Von Beamten sollte stets ein Dienstausweis verlangt werden, um bei den Behörden zur Bestätigung der Richtigkeit anrufen zu können. Im Zweifelsfall sollten Angehörige oder Nachbarn hinzugezogen werden.

( BMO )