Berlin

Zöllner beschlagnahmen 260 Springmesser

Bei Kontrollen in mehreren Berliner Stadtteilen hat der Zoll im Januar 2011 260 verbotene Springmesser und eine scharfe Schusswaffe beschlagnahmt. Der Großteil wurde in Wasserpfeifen-Bars und Spätverkaufsläden entdeckt, teilte das Berliner Hauptzollamt am Montag mit. Auch unversteuerte Waren wurden in Wedding, Neukölln, Kreuzberg und Charlottenburg sichergestellt, darunter 220 Kilogramm Wasserpfeifentabak, 4500 Zigaretten und 70 Kilogramm Kaffee.

„Wir haben diese Art von Läden verstärkt in den Fokus genommen“, so ein Sprecher. Auch Internet-Cafés, Tabak- und Zeitungsläden wurden kontrolliert. Es wurden 15 Strafverfahren eingeleitet.

Verstärktes Augenmerk richteten die Zöllner auch auf Reisebusse, um die illegale Einfuhr von Lebensmitteln zu verhindern. Am Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) fanden Zoll und Veterinäramt im Januar bei der Überprüfung von Bussen aus Südosteuropa 373 Kilogramm Fleisch und Wurst. Die verbotenen Einfuhren wurden von einer Spezialfirma vernichtet. „Auf der Balkan-Route bringen Leute schon mal ein halbes Schwein mit.“ Dies verstoße aber gegen das deutsche Seuchengesetz, sagte derZoll-Sprecher.

Zudem wurden 45 weitere Strafverfahren zumeist wegen Kraftstoffschmuggels aus Osteuropa eingeleitet. Auf dem südlichen Berliner Ring waren Lkw-Fahrer gestellt worden, die an ihren Fahrzeugen Zusatz-Tanks für die illegale Ware angebracht hatten.

( BMO )