Marzahn-Hellersdorf

Betrunkener Schwiegervater drohte Baby zu erschlagen

Eine Sammlung funktionsfähiger, aber auch schrottreifer Waffen hat die Polizei in der Nacht zu Samstag in der Wohnung eines 64-Jährigen im Murtzaner Ring entdeckt.

Die Polizei war vom 26-jährigen Schwiegersohn gerufen worden, der als sorgeberechtigter Vater seine einjährige Tochter verabredungsgemäß abholen wollte. Der unter Alkoholeinfluss stehende Schwiegervater verweigerte aber die Herausgabe des Kindes und bedrohte seinen Schwiegersohn damit, ihn totzuschlagen, wenn er das Mädchen holen würde.

Als die Polizisten zur Klärung des Sachverhaltes die Wohnung betreten hatten, sahen sie an den Wänden und auf diversen Regalen sofort eine Vielzahl von Waffen, Waffenteilen und Munition. Nachdem der 26-Jährige sein Kind übernommen hatte und gegangen war, forderten die Beamten die Spezialisten des Landeskriminalamtes an, um die Waffen überprüfen zu lassen.

Zu den festgestellten Waffen gehörten unter Anderem sechs Karabiner mit aufgepflanztem Bajonett sowie eine große Anzahl an Gewehrpatronen bis hin zu panzerbrechenden Geschossen und Granaten und eine Handgranaten-Übungsladung.

Ein Teil der Waffen unterlag dem Kriegswaffenkontrollgesetz, andere waren nur noch Schrott. Die Beamten fanden ferner zwei Schusswaffen, für die der 64-Jährige eine Waffenbesitzkarte hatte. Eine Bereitschaftsrichterin ordnete nach Schilderung der gesamten Umstände eine Beschlagnahme aller aufgefundenen Waffen an.

Gegen den 64-Jährigen, bei dem eine Blutprobe vorgenommen wurde, wird jetzt wegen Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz, das Sprengstoffgesetz, wegen Bedrohung und Beleidigung ermittelt. Ferner wird geprüft, ob die Waffenbesitzkarten eingezogen werden.