Treptow-Köpenick

Demonstration gegen Rämung der Liebigstraße 14

Etwa 150 Demonstranten haben am Samstagabend in Berlin-Friedrichshain gegen die anstehende Räumung des alternativen Wohnprojekts Liebig 14 protestiert. Nach Polizeiangaben ist die Aktion, die von 500 Beamten begleitet wurde, weitgehend friedlich verlaufen.

Nach jahrelangem Streit über Mietverträge soll das linksalternative Wohn- und Kulturprojekt in der Liebigstraße 14 am 2. Februar geräumt werden. Linksautonome Gruppen kritisierten die Zwangsräumung in einer am Sonnabend verbreiteten Erklärung als Teil des Prozesses der „Gentrifizierung“ und damit als Folge kapitalistischer Verwertungslogik.

Wegen Aufrufen zu gewalttätigem Widerstand gegen die Räumung der Liebig 14 hat das Berliner Landeskriminalamt unterdessen ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Laut Medienberichten werde im Internet für den Einsatz von Steinschleudern und Brandsätzen gegen Polizisten geworben. Das erfülle den Tatbestand einer Straftat, sagte ein Polizeisprecher.