Brandenburg

Bombe neben Cottbuser Klinikum entschärft

Eine 50-Kilo-Sprengbombe ist am Donnerstag in Cottbus direkt neben dem Klinikum entschärft worden. In 40-minütiger Arbeit konnte ein Experte des Kampfmittelbeseitigungsdienstes den beschädigten Zünder am Nachmittag aus dem Blindgänger entfernen. Es handelte sich nach Angaben der Stadtverwaltung um einen sowjetischen Zünder in einer deutschen Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg.

Der Blindgänger war am Mittwoch bei Bauarbeiten auf dem Gelände des DRK-Blutspendezentrums gefunden worden. Er konnte nicht abtransportiert werden. Das Gelände an der Thiemstraße ist nicht weit vom Hauptbahnhof entfernt, der zum Kriegsende 1945 Ziel heftiger Luftangriffe war.

Als die Entwarnung kam, wurden sämtliche Straßensperrungen um das Gelände aufgehoben. Autos und Straßenbahnen konnten wieder durch die Thiemstraße fahren, in der Stadt lösten sich Staus langsam auf. Alle Bewohner der umliegenden Häuser, die ihre Wohnungen einige Stunden vor der Entschärfung verlassen mussten, konnten in ihre Wohnungen zurückkehren. Dasselbe galt auch für rund 60 Patienten der Hautklinik. Das Blutspendezentrum und eine Kita waren ebenfalls betroffen.

Nur wenige Menschen hatten im Ausweichquartier in der Sporthalle der Lausitz-Arena auf das erlösende Signal gewartet. Um den reibungslosen Ablauf der Bombenentschärfung abzusichern, waren 176 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk, Polizei und Stadtverwaltung vor Ort.