Brandenburg

Polizei findet Granaten in Mehrfamilienhaus

Nach einem Munitionsfund in Schipkau (Oberspreewald-Lausitz) werden die Ermittlungen zu den Besitzern ausgeweitet. Es werde nun neben der 20 Jahre alten Mieterin einer Wohnung auch gegen ihren 22 Jahre alten Freund ermittelt, teilte die Polizei am Dienstag in Senftenberg mit. Beide stehen in Verdacht, gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz verstoßen zu haben.

Beamte hatten am Montag im Keller eines Mehrfamilienhauses Sprenggranaten und Minen aus beiden Weltkriegen entdeckt. Als sie danach die Wohnung der Frau durchsuchten, fanden sie alte Geschosshülsen. Spezialisten des Landeskriminalamtes wollen die Munition an einem sicheren Ort sprengen.

Während der Munitionsbergung wurden 16 Wohnungen des Hauses evakuiert. Die 26 betroffenen Mieter konnten am Montagabend in ihre Wohnungen zurückkehren. Eine Mitarbeiterin der Kommunalen Wohnungsgenossenschaft hatte die Polizei alarmiert, nachdem eine Mieterin am Hauseingang einen stechenden Geruch bemerkt hatte. Er stammte den Angaben zufolge von einer Flüssigkeit, die zum Entrosten von Metall benutzt wird. Die Ermittler vermuten, dass die Munition nach dem „Aufpolieren“ an Sammler verkauft werden sollte. Außer der Munition lagerten in dem Keller auch Batterien.