Friedrichshain

Staatsschutz ermittelt - Erneut Häuser beschädigt

Erneut haben unbekannte Täter in Berlin Neubauten und sanierte Wohnungen beschädigt. Wie die Polizei mitteilte, wurden am Dienstagmorgen in einer sanierten Wohnung in der Rigaer Straße in Friedrichshain Farbschmierereien, aufgerissene Wände und Decken, eine mit Beton ausgegossene Badewanne sowie Exkremente an den Wänden entdeckt. Der für politische Taten zuständige Staatsschutz der Polizei hat die Ermittlungen übernommen. Linksextreme und autonome Gruppen hatten für die Zeit vom 6. bis 21. Juni Protestaktionen angekündigt. Unter dem Motto „Wir bleiben alle“ soll gegen die Räumung besetzter Häuser und für sogenannte „Freiräume“ demonstriert werden. Bereits in der Nacht zum Montag wurden durch Steinwürfe mehrere Fensterscheiben zweier Häuser in der Richard-Sorge-Straße in Friedrichshain eingeworfen. In der Diestelmeyerstraße wurden mehrere Fensterscheiben an einem noch unbewohnten Haus beschädigt.

Zuvor hatten Unbekannte in Mitte ein Bürogebäude in der Breite Straße beschädigt und die Fassade mit Farbeiern beworfen. Die vermummten Täter, die von Zeugen beobachtet worden waren, beschädigten 14 Scheiben. In der Breite Straße befindet sich das Haus der deutschen Wirtschaft, wo die Spitzenverbände von Industrie und Handel sitzen.

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