Golfgeflüster

Heiße Runde in Semlin am See

| Lesedauer: 2 Minuten
Petra Götze
Juxian und Stephan Hesselmann waren aus Neu Delhi nach Semlin am See gekommen.

Juxian und Stephan Hesselmann waren aus Neu Delhi nach Semlin am See gekommen.

Foto: Petra Götze

Beim Golfturnier des Wirtschaftspolitischen Clubs Deutschlands im brandenburgischen Semlin am See lohnte es sich, Letzter zu werden

Um bei 34 Grad Golf zu spielen, muss man schon ganz schön (golf-)verrückt sein. Die Teilnehmer am Turnier des Wirtschaftspolitischen Clubs Deutschlands, darunter Ex-Finanzsenator Thilo Sarrazin und Sushi-Chef Mr. Hai, ließen sich von der Rekordhitze nicht abschrecken. Mit aufgespannten Regenschirmen und Strohhüten ging es im Golfresort Semlin am See auf die heiße Runde.

Zwei Golfer waren aus Neu Delhi angereist

Die Gäste mit der weitesten Anreise waren Juxian und Stephan Hesselmann. Sie kamen aus Neu Delhi, wo er die Wirtschaftsabteilung der Deutschen Botschaft leitet. „Da sind jetzt 47 Grad, wir hatten uns so auf den frischen deutschen Sommer gefreut“, sagte er. Umso mehr freuten sich die beiden über die norddeutsche Rundenverpflegung: Matjes-Happen auf Schwarzbrot. Kräfteschonend wurde Texas Scramble gespielt, bei dem vier Spieler ein Team bilden, der beste Ball wird von allen weitergespielt, so dass es jeweils vier Chancen für einen guten Schlag gab.

Eine Magnum-Flasche Champagner für einen guten Abschlag

Aber selbst das war dank zahlreicher Wasserhindernisse und beeindruckend großer Bäume auf einigen Fairways nicht so einfach zu bewerkstelligen. Gute Einzelleistungen wie einen Abschlag dicht an die Fahne oder einen langen Drive wurden am Abend jeweils mit einer Magnum-Flasche Champagner belohnt.

Viele Golfer erholten sich nach der Runde im Hotel auf der Anlage, bevor es zum Spargeldinner und zur Siegerehrung ging. Dort stellte sich heraus, dass die Letzten die Ersten waren: als Trostpreis für den Flight mit den wenigsten Punkten spendierten die Golfreise-Veranstalter Saskia und Christian Dettmer eine Reise an die Costa Calida nach Spanien – für alle vier Spieler. Da bedauerte mancher, dass er oder sie nicht schlechter gespielt hatten... Turnier-Organisator Jürgen Simmer wurde mit einem Ständchen zu seinem Geburtstag gefeiert und gestand, dass er das Turnier beinahe hätte absagen müssen – aus Personalmangel: sieben Servicekräfte im Hotel waren gleichzeitig wegen Corona ausgefallen. Direktor Bernd Eulitz sprang selbst mit ein, damit das beliebte Turnier stattfinden konnte.

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