Prozess in Berlin

Berliner Rapper Fler steht vor Gericht

Fler werden unter anderem Beleidigung, Sachbeschädigung, versuchte Nötigung und Fahren ohne Führerschein vorgeworfen.

Der in Berlin geborene Rapper Fler bei einem Auftritt im ColumbiaClub.

Der in Berlin geborene Rapper Fler bei einem Auftritt im ColumbiaClub.

Foto: dpa

Berlin. Mit der Verlesung der Anklage hat der Prozess gegen den Berliner Rapper Fler (38) vor dem Amtsgericht Berlin-Tiergarten begonnen.

Die Staatsanwaltschaft twitterte am Mittwochvormittag: „Unsere Kollegin hat in der Hauptverhandlung gerade eben 8! Anklageschriften gegen den Rapper Fler verlesen.“ Weiter hieß es: „Die Staatsanwaltschaft Berlin legt dem Angeklagten eine Reihe von Straftaten, u.a. Beleidigungen im Internet, Beleidigung von Polizeibeamten, versuchte Nötigung eines Journalisten, Sachbeschädigung durch Graffiti und Fahren ohne Fahrerlaubnis zur Last.“

Dazu stellte die Staatsanwaltschaft ein Foto der Tür zum Verhandlungssaal 500. Solche Tweets zum Beginn eines Prozesses zu veröffentlichen, ist für die Staatsanwaltschaft eher ungewöhnlich.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Rapper immer wieder verschiedene Menschen wüst verunglimpfte und beleidigte. Fler, bürgerlich Patrick Losensky, soll laut Anklage auch wiederholt Polizisten minutenlang beschimpft haben. Einem Journalisten soll er gedroht haben, ihm die Zähne auszuschlagen.

Fler und seine Anwälte erklärten vor dem Prozess, ein „erheblicher Teil der Tatvorwürfe“ sei „unzutreffend, verfälscht oder aus dem Kontext gerissen“. Zudem handele es sich um Vergehen im Bagatellbereich. „Offensichtlich soll gegenüber Herrn Losensky – stellvertretend für eine mutmaßliche sog. Clankriminalität – "ein Zeichen gesetzt" werden.“

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