Körperverletzung

Verschwörungstheoretiker Hildmann vor Restaurant geschlagen

Zwei Männer haben Attila Hildmann vor seinem Restaurant in Charlottenburg angegriffen. Ein Tatverdächtiger wurde festgenommen.

Vegankoch: Das ist Attila Hildmann

Attila Hildmann wollte die Fleischindustrie revolutionieren, doch inzwischen ist er vor allem dafür bekannt, dass er Verschwörungsmythen verbreitet und sich dem rechten Milieu anbietet.

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Berlin. Der Verschwörungstheoretiker und Vegan-Koch Attila Hildmann ist am Mittwochabend vor seinem Restaurant an der Charlottenburger Schillerstraße von zwei Männern angegriffen und verletzt worden. Das bestätigte die Berliner Polizei auf Anfrage. Zuerst berichtete die B.Z. über den abendlichen Angriff.

Hildmann leicht am Kopf und an den Beinen verletzt

Nach Angaben einer Polizeisprecherin wurde der 39 Jahre alte umstrittene Kochbuchautor und Restaurantbesitzer gegen 21.30 Uhr von zwei Männern attackiert und mit Gegenständen beworfen. Dabei wurde Hildmann leicht am Kopf und den Beinen verletzt.

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Nach dem Angriff flüchteten die beiden Täter. Einer der beiden Männer konnte aber nur wenig später von Streifenbeamten festgenommen werden. Der 31-Jährige leistete bei seiner Festnahmen Widerstand und beleidigte die Polizisten. Eine Atemalkoholkontrolle ergab einen Wert von 1,5 Promille. Nach der Blutentnahme und der Feststellung seiner Personalien wurde der Mann auf freien Fuß gesetzt. Wegen des Angriffs auf Hildmann wird gegen ihn wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

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Strafanzeigen wegen Volksverhetzung und Bedrohung

Hildmann wurde vor allem durch seine öffentlichen Auftritte und seiner Verschwörungstheorien seit Beginn der Corona-Pandemie bekannt. Am Rande einer Anti-Corona-Kundgebung verharmloste er den Holocaust und stieß „zum wiederholten Mal Drohungen gegen Personen des öffentlichen Lebens“ aus. Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln wegen Volksverhetzung und Bedrohung. Hildmann wird auch als Verbreiter von rechtsextremen Ideen und Verschwörungstheorien im Internet kritisiert.

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Der 39-Jährige hatte auch eine Wiedereinführung der Todesstrafe gefordert. So wolle er als „Reichskanzler“ den ehemaligen Bundestagsabgeordneten der Grünen Volker Beck hinrichten lassen. Beck erstattete daraufhin Strafanzeige wegen Volksverhetzung, Beleidigung und Anstiftung zu einer Straftat.

Der Koch und Restaurantbesitzer verdient sein Geld unter anderem mit veganen Produkten. Sämtliche Supermärkte haben allerdings nach den Entgleisungen die Geschäftsbeziehung zu dem 39-Jährigen aufgelöst. Neben der Verbreitung seiner Verschwörungstheorien ruft Hildmann seine Anhänger daher auch immer wieder auf, seine Waren direkt zu kaufen.

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