Empfang

Premiere für den neuen Charité-Chef

Beim Neujahrsempfang des Universitätsklinikums spricht Heyo K. Kroemer von Herausforderungen und vergibt Preise.

Berlin. Im vergangenen September hatte Karl Max Einhäupl nach elf Jahren als Vorstandsvorsitzender der Charité sein Amt an Heyo K. Kroemer übergeben. Am Montagabend hatte der Nachfolger nun zum ersten Mal in dieser Funktion zum traditionellen Neujahrsempfang ins Langenbeck-Virchow-Haus an der Luisenstraße geladen. Er freue sich vor allem, dass Einhäupl gekommen sei, sagte der 59-Jährige zu Beginn. „Meistens ist die Leitung der Universitätsmedizin so zerstritten, dass die Vorgänger dann nicht mehr zum Neujahrsempfang kommen.“ Die Charité habe dank Einhäupl ein sehr erfolgreiches Jahr hinter sich.

Dennoch stehe das Haus vor internen Herausforderung wie die Verbesserung der Infrastruktur und der Wettbewerbsfähigkeit mit hochspezialisierten Fachkräften, so Kroemer. Die Charité habe so viele Mitarbeiter wie eine Kleinstadt Einwohner. Und die Charité habe auch etwas von New York, weil sie nie schlafe. Das Ziel sei es, die Gesellschaft der Zukunft mitzugestalten.

Michael Müller: Arbeiten an der Wissenschaftsstadt Berlin

Mit der Charité befinde sich Berlin nicht im nationalen, sondern im internationalen Wettbewerb, lobte der Regierende Bürgermeister Michael Müller. In Krisenzeiten wie aktuell angesichts der Ausbreitung des Coronavirus werde der lokalen Universitätsmedizin zugetraut, Impulse zu setzen und Lösungen zu finden. „Wir arbeiten daran, Berlin zu der herausragendsten Wissenschaftsstadt in Europa zu machen.“ An die Charité als Nummer eins gebe es dabei hohe Erwartungen.

Nach den Grußworten von Kroemer und Müller wurden der Max-Rubner-Preis durch die Stiftung der Charité und der Patienten Award durch den Freundeskreis der Charité verliehen. Der Max-Rubner-Preis fördert die Umsetzung innovativer Ideen an der Charité. Das Preisgeld versteht sich als Anschubfinanzierung für Einzelpersonen oder Teams, die innerhalb der Charité mit einem unternehmerischen Ansatz Herausforderungen begegnen.

Die 100.000 Euro gingen in diesem Jahr anteilig an Pro-Spine, ein Projekt für eine verbesserte Behandlungsqualität und an das Web-Portal zur Endpunkt-Bewertung klinischer Studien. Mit dem Patienten Award wurden zum sechsten Mal Stationen ausgezeichnet, die bei der Messung der Patientenzufriedenheit innerhalb eines Jahres herausragende Bewertungen erreicht haben.

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