Kinofilm

Bad Boys in der Midlife-Crisis

Will Smith und Martin Lawrence sind als Buddy Cops zurück. In Berlin stellen sie ihren neuen Film „Bad Boys for Life“ vor.

Bad Boys in Berlin: Will Smith (l.) und Martin Lawrence scherzen vor der Deutschlandpremiere von „Bad Boys For Life" am Abend im Zoo Palast.

Bad Boys in Berlin: Will Smith (l.) und Martin Lawrence scherzen vor der Deutschlandpremiere von „Bad Boys For Life" am Abend im Zoo Palast.

Foto: Jörg Carstensen / dpa

Die Midlife-Crisis macht auch vor den Bad Boys nicht Halt. Der eine ist plötzlich Großvater und denkt darüber nach, sich zugunsten der Familie zur Ruhe zu setzen. Der andere färbt sich den Bart und möchte alles, nur nicht einen Gang zurückschalten. Am Dienstag haben die Schauspieler Will Smith und Martin Lawrence alias Mike Lowrey und Marcus Burnett in Berlin den dritten Teil der Buddy-Cop-Reihe vorgestellt. 25 Jahre nach „Bad Boys“ und 17 Jahre nach „Bad Boys II“ findet die Trilogie ab dem 16. Januar mit „Bad Boys for Life“ ihren Abschluss im Kino.

Neben den beiden Hauptdarstellern ist auch Produzent Jerry Bruckheimer wieder dabei. Die Regie hat nach zwei Filmen von Michael Bay das belgische Duo Adil El Arbi und Bilall Fallah übernommen. Alle waren als Team in die deutsche Hauptstadt gekommen, um am Nachmittag im Hotel Adlon am Pariser Platz eine Pressekonferenz zu geben und am Abend die Deutschlandpremiere im Zoo Palast zu feiern.

„Das ist der beste Film der ganzen Reihe!“

El Arbi und Fallah waren gerade einmal sieben und neun Jahre alt, als der erste „Bad Boys“-Film über die beiden ungleichen Freunde und Drogenfahnder des Miami P.D. 1995 ins Kino kam. Trotzdem outeten sich die beiden in Berlin als ausgesprochene Fans. Bei einer Vorführung ihres Dramas „Black“ 2015 nutzten die Filmemacher das Zusammentreffen mit Jerry Bruckheimer, um sich für die Fortsetzung des Actionspektakels ins Rennen zu bringen. Bis es so weit war, dauerte es aber noch einmal fünf weitere Jahre.

„Wenn man so lange wartet, muss es wirklich gut sein“, so Will Smith. Er habe in seiner Karriere mehrere Fortsetzungen gedreht und sei nie richtig glücklich damit gewesen. „Sequels werden in der Regel nicht besser. Dieses Mal kann ich jedoch voller Überzeugung sagen: Das ist der beste Film der ganzen Reihe!“ „Die Angst, die Erwartungen der Fans zu enttäuschen, war allerdings sehr präsent“, so El Arbi und Fallah.

Alter von 51 Jahren lässt sich nicht verleugnen

Genau wie die beiden Hollywoodstars und ihre jungen Regisseure sehen sich Mike Lowrey und Marcus Burnett in „Bad Boys for Life“ plötzlich mit Nachwuchskollegen der neuen Einheit Advance Miami Metro Operations (AMMO) konfrontiert, die ihnen neue Technik und frische Ansätze der Polizeiarbeit erklären wollen. Natürlich sehr zum Missfallen des etablierten Zweierteams.

Auch im echten Leben ließen sich seine 51 Jahre nicht verleugnen, gab Will Smith zu. „Als wir angefangen haben, dachte ich: Wozu brauche ich einen Stuntman? Wenn Tom Cruise all seine Stunts selbst macht, kann ich das auch.“ Nach drei Tagen am Set sei er sich allerdings nicht mehr so sicher gewesen. „Glücklicherweise gibt es Special Effects.“

Konkurrenz hat sich mittlerweile gelegt

Die Rückkehr zu ihren alten Rollen habe sich angefühlt, als hätten sie nie eine Pause gemacht, so Will Smith und Martin Lawrence. „Ich hatte erst Angst, dass die Chemie zwischen uns verloren gegangen sein könnte“, so Lawrence. „Aber dann war die Magie sofort wieder da.“ Anders als beim ersten Film habe man sich nicht erst aufeinander einspielen müssen.

„Wir waren damals beide Comedians, die durch eine Sitcom bekannt geworden waren, und mussten erst lernen, das Rampenlicht zu teilen“, so Smith. „Wenn Martin in einer Szene mehr Witze abbekam, wollte ich sofort protestieren: Hey, ich bin auch komisch!“ Die Konkurrenz habe sich mittlerweile aber gelegt. Schließlich sei Freundschaft das Erfolgsgeheimnis der „Bad Boys“-Filme und das, wonach sich letztendlich jeder sehne. „Einen Menschen, dessen Leben dir mindestens genau so wichtig ist wie dein eigenes.“