Start-ups

Gründerball - eine Feierstunde für das Unternehmertum

Auf dem Gründerball kommt die Berliner Start-up-Szene zusammen. Rund 600 Gäste feierten am Abend in Berlin-Mitte.

Berlin. Zum dritten Mal war das Kaiserliche Telegraphenamt an der Französischen Straße unweit des Gendarmenmarkts Schauplatz für den Gründerball. Rund 600 Gäste hatten sich zu dem festlichen Anlass am Sonnabendabend angekündigt. Mitgefeiert haben Amorelie-Gründerin Lea-Sophie Cramer, Westwing-Gründerin Delia Fischer und Getyourguide-Gründer Johannes Reck. Auch die Fernsehmoderatorin Maybrit Illner, der frühere Telekom-Konzernchef René Obermann, die Siemens-Personalchefin Janina Kugel und Berlins Messe-Chef Christian Göke waren unter den Gästen.

Die Berliner Gründerszene ist seit Jahren auf Wachstumskurs. Aus vormals überschaubaren Start-ups wie dem Online-Modehändler Zalando, dem Auto-Ankauf-Portal Auto1 oder dem Reiseerlebnis-Anbieter Getyourguide sind Großunternehmen mit teilweise Tausenden Mitarbeitern geworden. „Der Ball ist wie die Tech-Start-up-Szene: In kurzer Zeit zur Nummer eins geworden, interaktiv und mit einer guten Zielsetzung. Der Gründerball leistet einen wichtigen Beitrag, um Unternehmertum in Deutschland zu stärken“, sagte Mit-Initiator Paul Schwarzenholz.

Ball soll anderen Gründern Mut machen

Gastgeberin Verena Pausder sieht in der Veranstaltung auch eine Plattform, die anderen Menschen Mut machen soll, Firmen zu gründen. „Eigeninitiative sowie Unternehmergeist sind wesentliche Säulen unserer Wirtschaft – diese Werte müssen insbesondere der Jugend wieder als herausstechende Merkmale vermittelt werden“, erklärte Pausder, die in Berlin den Kinder-App-Entwickler Fox and Sheep aufgebaut hat.

Deutschland müsse vor allem stärker in seine eigene Digitalwirtschaft investieren, sagte Thomas Fischer, Gründer der Beratungsfirma Allfoye und einer der Mit-Initiatoren des Gründerballs. „Es kann nicht sein, dass einzig im Silicon-Valley und in Shenzhen über unsere digitale Zukunft entschieden wird – Deutschland muss sich behaupten“, so Fischer. Gefordert seien nicht nur etablierte Unternehmer selbst, die jungen Gründern als Vorbilder dienen sollen, sondern auch der Staat, der bessere Rahmenbedingungen schaffen und Investitionen ermöglichen muss, so Fischer.