Verleihung

GQ Award für Sharon Stone: Keine reine Männersache

Das Magazin „GQ“ zeichnet traditionell die „Men of the Year“ aus. Mit einer Ausnahme – die den Prämierten die Schau stiehlt.

Toni Kroos wurde in der Kategorie "Sports Icon" bei der Verleihung der "GQ Men of the Year Awards" ausgezeichnet.

Toni Kroos wurde in der Kategorie "Sports Icon" bei der Verleihung der "GQ Men of the Year Awards" ausgezeichnet.

Foto: dpa

Dass ein sechsfacher Formel-1-Weltmeister auf dem roten Teppich ausgebuht wird, kann wahrscheinlich nur in Berlin passieren. Beim GQ Men of the Year Award am Donnerstagabend in der Komischen Oper weigerte sich der Mercedes-Pilot, für die Fotografen vor dem Sponsorenauto stehen zu bleiben. „Sorry, falsche Marke.“

GQ Award: Sharon Stone wird ausgezeichnet

Ein bisschen Hollywood-Extravaganz leistete sich auch Schauspielerin Sharon Stone. Die 61-Jährige nahm in der ersten Reihe Platz, da lief die Verleihung bereits 25 Minuten. Einen Preis gab es trotzdem.

Stone wurde an dem Abend, der traditionell den Männern des Jahres gewidmet ist, als einzige Frau in der Kategorie „Woman of the Year“ ausgezeichnet.

Die Amerikanerin, die 1992 mit dem Film „Basic Instinct“ zur Legende wurde, war mit ihrem 19-jährigen Sohn Roan nach Berlin gekommen. „Meinen liebsten Gentleman habe ich mitgebracht“, sagte sie. „Er ist die beste Begleitung, die man sich wünschen kann.“

Marius Müller-Westernhagen eröffnet Gala mit Song

Zwar nicht von Sharon Stone, aber immerhin von „GQ“ offiziell als Gentlemen geadelt wurden an der Behrenstraße unter anderen Billy Porter (Style), Hape Kerkeling (Entertainment), Toni Kroos (Sports Icon), Lewis Hamilton (Creativity Design) und Marius Müller-Westernhagen (Legend). Zur Erinnerung an das Mauerfalljubiläum vor 30 Jahren durfte Letzterer die Gala mit seinem Song „Freiheit“ eröffnen.

Der GQ Men of the Year Award ist nicht nur eine der glamourösesten Events in Berlin, sondern traditionell für viele Prominente auch die Gelegenheit, ein besonders exaltiertes Outfit auszuführen.

Sophia Thomalla hatte sich für eine orangefarbenes Federungetüm entschieden, Hardy Krüger Jr. und seine Frau liefen im Smoking-Partnerlook über den roten Teppich und Lewis Hamilton trug eine Kreation, die an eine schusssichere Weste erinnerte – die war aber immerhin von Gucci.