Roter Teppich

World Without Aids Award: Stars erscheinen zur Operngala

Der Preis geht an Jamie Drummond. Der Gründer der Hilfsorganisation One wird für sein Lebenswerk geehrt.

Das niederländische Model Sylvie Meis zieht bei der Gala in der Deutschen Oper mit einem hoch geschlitzten Abendkleid die Blicke auf sich.

Das niederländische Model Sylvie Meis zieht bei der Gala in der Deutschen Oper mit einem hoch geschlitzten Abendkleid die Blicke auf sich.

Foto: Sergej Glanze / FUNKE Foto Services

Das Ziel des World Without Aids Awards müsste streng genommen die eigene Abschaffung sein. Eine Welt ohne Aids schließlich würde einen Preis für den Kampf gegen die Immunschwächekrankheit überflüssig machen. Dass das Ziel noch nicht erreicht und der Einsatz weiterhin eines der großen Themen unserer Zeit ist, daran erinnert seit 26 Jahren die Festliche Operngala für die Deutsche Aids-Stiftung. Und so wurde auch am Sonnabend in der Deutschen Oper an der Bismarckstraße wieder der rote Teppich für Topstars der Opernwelt und prominente Unterstützer ausgerollt.

Der World Without Aids Award ging dieses Mal an Jamie Drummond. Der Gründer der Entwicklungsorganisation One setzt sich weltweit für das Ende extremer Armut und vermeidbarer Krankheiten wie HIV und Aids ein. „Jamie wird hier heute nicht für ein abgeschlossenes Lebenswerk geehrt. Auch in Deutschland gibt es noch viel zu tun“, sagte Gesundheitsminister Jens Spahn, der die Laudatio hielt. „Aber wir werden das schaffen. Eine Welt ohne Aids ist möglich.“ Die Operngala der Deutschen Aids-Stiftung ist eine Initiative von Alfred Weiss und Alard von Rohr. Die Gäste erwartet für ihr Engagement jedes Jahr Operngenuss auf höchstem Niveau. Die Erlöse fließen in Hilfsprojekte in Deutschland und im südlichen Afrika.

In Berlin engagiert sich die Deutsche Aids-Stiftung in einem Wohn-Pflegeprojekt in der Reichenberger Straße. Im südlichen Afrika berät der lokale Partner Hope Cape Town HIV-positive Schwangere und ihre Familien im Tygerberg Hospital in Kapstadt und in den angrenzenden Townships. In den Ländern Mosambik und Kenia unterstützt die Aids-Stiftung wiederum Gesundheitsstationen des Dream-Programms, um die medizinische Versorgung von HIV-positiven Schwangeren und der Landbevölkerung zu sichern.

Für den Einsatz dankte Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) den Gründern. „1994 war das keine Selbstverständlichkeit. Durch die Gala wurde Aufmerksamkeit, Solidarität und ein Stück Akzeptanz geschaffen“, so Müller. „Denn HIV und Aids sind keine Themen, die uns nichts angehen. Es sind unsere Nachbarn, Freunde und Arbeitskollegen, die erkranken.“

Durch den Abend führte traditionell Musiker Max Raabe. Unterstützung erhielt er von Nazan Eckes, für die es die erste Operngala war. Ebenso wie für Fahri Yardim und Sylvie Meis. Die 41-Jährige war mit neuem Klunker, aber ohne ihren Verlobten nach Berlin gekommen. „Ich unterstütze meinen Freund Riccardo Simonetti bei seiner Arbeit für die Deutsche Aids-Stiftung“, so die Niederländerin. Er sei eigentlich kein Charity-Typ, so Yardim. „Ich würde sagen, mein Instinkt hat mich hergetrieben. Außerdem liebe ich Maria Callas. Ich gehe davon aus, dass sie heute Abend hier ist.“