Oranienburger Straße

Jimi Blue Ochsenknecht eröffnet seine „Bar bOx“

Der Schauspieler Jimi Blue Ochsenknecht öffnet an der Oranienburger Straße in Berlin-Mitte die „Bar bOx“.

Neueröffnung in Berlin-Mitte: Die „Bar bOx“ von Jimi Blue Ochsenknecht (l.) und Barchef Leonardo Weissmann.

Neueröffnung in Berlin-Mitte: Die „Bar bOx“ von Jimi Blue Ochsenknecht (l.) und Barchef Leonardo Weissmann.

Foto: Reto Klar

Berlin. Ihre Feuertaufe hat die „Bar bOx“ bereits am vergangenen Wochenende bestanden. Mit einer Überraschungsparty zum 55. Geburtstag von Natascha Ochsenknecht. Jimi Blue Ochsenknecht, Sohn der Gefeierten, Schauspieler, Sänger und neuerdings auch Gastronom, merkt die Nachwirkungen noch am Montag. Er sei an dem Tag etwas später zur Arbeit gegangen, gibt der 27-Jährige bei unserer Vorabbesichtigung zu.

Am Freitag dürfte es ihm ähnlich gehen: Am Donnerstagabend findet die große Eröffnung an der Oranienburger Straße mit 200 geladenen Gästen statt. Darunter die prominenten Familienmitglieder Natascha, Cheyenne Savannah und Wilson Gonzales Ochsenknecht.

Die finden sich dann auch im Namen und auf der Karte wieder. Das „B“ steht für Blue, das „Ox“ für Ochsenknecht. Seiner Mutter hat der Wahlberliner den „Pink Brain“, seinem Bruder den „Wonka“ und seinem Vater den „Ox“ gewidmet. Ein Drink für seine Schwester ist in Arbeit. Ochsenknecht fungiert als Geschäftsführer, Gastgeber und vielleicht in Zukunft auch als DJ. „Ich kann selber keine guten Cocktails machen“, sagt er. „Einen Caipirinha kriege ich vielleicht noch hin.“

Jimi Blue Ochsenknecht: „Wir haben die besten Drinks in Mitte“

Verantwortlich für die Umsetzung seiner Ideen ist deshalb Bartender Leonardo Weissmann, der als Barchef der ehemaligen „Universum Lounge“ auf dem Kurfürstendamm bereits für die „Bar of the Year“ der World’s Best Bars ausgezeichnet wurde. „Wir haben die besten Drinks in Mitte“, verspricht Ochsenknecht dann auch ganz unbescheiden. Als direkter Nachbar kenne er die Konkurrenz im Kiez. „Es gibt andere Bars in Mitte, da sind die Drinks doppelt so teuer und halb so gut.“

Während andere sich auf eine Spirituose spezialisierten, liege sein Fokus auf der Hochwertigkeit der Zutaten und des Interieurs. „Ich habe vom Glas über die Einrichtung bis zum Drink alles selber ausgesucht“, sagt Ochsenknecht. Wer möchte, kann sich eine Flasche Dom Pérignon und dazu einen Wagyū-Burger mit Trüffeln gönnen. Sonst sind die Preise mit zehn bis 14 Euro pro Glas recht moderat. Die Bar ist eine Kooperation mit der Hotelgruppe Generator, die im gleichen Haus ein Hostel betreibt. Eingang und Karte sind jedoch separat. Er wolle auch die Berliner ansprechen und nicht nur die Touristen, die in der Ecke sehr präsent sind, sagt Ochsenknecht.

Vater Uwe Ochsenknecht lobt: „Es ist sehr schön geworden“

Genau wie das Schauspieltalent hat Jimi Blue Ochsenknecht, der durch die „Die Wilden Kerle“-Filmreihe bekannt wurde, das Gastronomen-Gen offenbar von seinem Vater Uwe Ochsenknecht geerbt. Der 63-Jährige betreibt auf Mallorca die Bar „Sa Cova“. Schon in seiner Heimatstadt München habe er neben Dreharbeiten Partys organisiert. Zu Hause koche er gern für seine Freunde, sagt Jimi Blue Ochsenknecht. „Es ist sehr schön geworden. Ich wünsche ihm, dass es erfolgreich wird“, lobt Vater Uwe. Er sei stolz auf den umtriebigen Nachwuchs.

„Ich muss immer mehrere Sachen gleichzeitig machen. Ich probiere mich gerne aus“, sagt der Sohn – und dass er parallel gerade noch ein Start-up gegründet habe. Sein Schwerpunkt liege aber derzeit eindeutig auf der Bar, auch wenn dafür anderes pausieren müsse. „So eine Chance bekommt man nicht oft, deshalb dachte ich: jetzt oder nie.“