Janelle Monáe

Trinken für eine schönere Zukunft

Sängerin Janelle Monáe ist für ein Konzert in Berlin. Vorher erzählt sie, welche Veränderungen es in ihren Augen für eine bessere Welt braucht.

US-Sängerin Janelle Monáe am Dienstag beim Lunch im „Hotel Zoo“ auf dem Kurfürstendamm.

US-Sängerin Janelle Monáe am Dienstag beim Lunch im „Hotel Zoo“ auf dem Kurfürstendamm.

Foto: Reto Klar / Reto Klar / Funke Foto Services

Wer nach den Fashion-Week-Ausschweifungen der vergangenen Woche am Montag schon wieder trinken konnte, für den hatte Belvedere Wodka am Nachmittag zu einem Lunch ins Restaurant „Grace“ im „Hotel Zoo“ am Kurfürstendamm geladen. Stargast war die US-amerikanische Sängerin Janelle Monáe, die eine Kooperation mit der Marke unter dem Motto „A Beautiful Future“ vorstellte. Die 33-Jährige engagiert sich mit ihrem Projekt „Fem the Future“ für Chancengleichheit von Frauen in Musik, Kunst und Bildung. Außerdem setzt sie sich für die Sichtbarkeit der LGBT-Community und die „Black Lives-Matter“-Bewegung ein. Dementsprechend politisch formulierte Monáe auch ihre Wünsche für die besagte schöne Zukunft. „Inklusion ist für mich ein entscheidender Schritt zu einer schönen Zukunft“, sagte sie. „Wir müssen mehr Stimmen in die Diskussion einbeziehen, die sonst zu wenig gehört werden. Die Stimme der LGBT-Community, Frauen, Immigranten. Dann passiert Veränderung.“ Dem im Weg stehe oft der Glaube, sich von Menschen mit einem anderen Hintergrund mehr zu unterscheiden, als man mit ihnen gemeinsam habe. „Natürlich haben wir alle andere Geschichten und Glaubensgrundsätze, aber wenn wir uns gegenseitig zuhören, versuchen, einander zu verstehen, dann wird dadurch Empathie, Liebe und Harmonie entstehen“, sagte die Künstlerin.

Janelle Monáe leitet das Künstlerkollektiv „Wondaland“, das eine Vielzahl von Stimmen, Stilen und Figuren vereint, um die Zukunft von Musik, Kunst und Kultur zu revolutionieren. Ihren größten Charterfolg in Deutschland feierte sie 2012 mit dem Hit „We Are Young“, 2016 gab sie in dem oscarprämierten Film „Moonlight“ ihr Leinwanddebüt, 2018 war sie mit ihrem Album „Dirty Computer“ für einen Grammy nominiert. Am Dienstagabend steht die Künstlerin in Berlin in der Columbiahalle auf der Bühne. „Es ist immer toll, hier zu sein. Ich liebe die Menschen in Berlin. Es ist etwas Besonderes, so viele weltoffene Menschen im Publikum zu haben“, sagte sie über ihre Besuche in der Stadt. „Ich liebe die Kunst in Berlin, vor allem die Graffitis. Und ich liebe die Geschichte der Revolution, die hier mit den Fall der Mauer passiert ist.“

Eingeladen zu Lachsceviche, Avocadosalat, Rock Shrimps, Beef Filet Chinoise, Miso Black Cod und diversen Wodka-Drinks waren unter anderen auch „Let’s Dance“-Jurorin Motsi Mabuse, Moderatorin Collien Ulmen-Fernandes, Sängerin Jennifer Weist und Model Toni Dreher-Adenuga. Schauspieler Kostja Ullmann verriet, dass er eigentlich am liebsten Kirsch-Bananensaft trinke, griff beim Belvedere-Spritz dann aber doch zu. Für seine Version einer schöneren Zukunft brauche es vor allem Empathie. „Wenn wir alle nicht nur an uns selber denken, wird die Welt ein besserer Ort. Das gilt privat und global gedacht.“ Seit dem vergangenen Freitag durchgefeiert hat Model Toni Garrn. Die 27-Jährige hatte sich Berlin als Ort für ihren Geburtstag am Sonntag ausgesucht. Zwei Abende zuvor war sie auf der Vogue-Party zur Fashion Week zu Gast gewesen.

Und was machen die Prominenten, wenn es doch mal ein Drink zu viel war? Viel Wasser, so Ullmann! Die Gastgeberin hingegen zog es vor, die Frage unbeantwortet zu lassen. Sie trinke sowieso immer verantwortungsvoll und nur im Urlaub oder zu bestimmten Anlässen mit Freunden.