Sommerfest

Die ganze deutsche Filmbranche in einem Zelt

Die Allianz deutscher Produzenten lädt zu ihrem traditionellen Sommerfest in diesem Jahr ins Tipi am Kanzleramt.

Jasmin Tabatabai (l.), Iris Berben und Heike Makatsch waren bester Laune.

Jasmin Tabatabai (l.), Iris Berben und Heike Makatsch waren bester Laune.

Foto: Jens Kalaene / dpa

Accessoire des Abends war am Dienstag beim Sommerfest der Allianz deutscher Produzenten – Film und Fernsehen im Tipi am Kanzleramt ein schwarzer Fächer. Der wurde von den Veranstaltern beim Einlass verteilt. Zum Leidwesen der Herren aber nur an die Damen. Und so blieb Elyas M‘Barek, Burghart Klaußner, Mark Waschke oder Jannik Schümann nur, mit möglichst luftigen Outfits gegen die Berliner Hitze zu kämpfen.

Schauspieler Sabin Tambrea hatte sich ungewöhnlich farbenfroh für ein rotes Hawaiihemd entscheiden. „Mal sehen, welche Rollen ich deshalb heute nicht bekomme“, so der Berliner. Einer Zusage kann sich der 34-Jährige glücklicherweise schon sicher sein. Anfang 2020 wird die dritte Staffel der „Ku’damm“-Reihe gedreht.

Auch die Berliner Politik gibt sich die Ehre

Fast der komplette Cast war dann am Dienstag auch beim „Klassentreffen der Filmbranche“ in Tiergarten versammelt. Er wünsche sich für seine Rolle Freddy, dass er in „Ku’damm 62“ endlich die Liebe finde. Privat ist das dem Schauspieler schon mit Kollegin Heike Makatsch geglückt. August Wittgenstein, der den homosexuellen Wolfgang spielt, der den Konventionen entsprechend mit Helga verheiratet ist, glaubt hingegen nicht an eine glückliche Zukunft für seinen Charakter: „Ich denke, er wird nach seinem Anflug von Zartheit in der vergangen Staffel in der folgenden wieder härter werden.“

Stammgast beim Produzentenfest ist traditionell auch die Politik. Monika Grütters (CDU), Staatsministerin für Kultur und Medien, war ebenso gekommen wie Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne), die das Grußwort sprach. „Berlin ist gerne Gastgeberin des Produzentenfestes. Hier treffen sich die kreativen Köpfe, die vor und hinter der Kamera arbeiten, die den Film kennen und lieben“, so die Politikerin. In der Hauptstadt gebe es ausgezeichnete Produktionsbedingungen, weshalb Berlin als einer der traditionsreichsten Filmstandorte allen Grund habe, optimistisch in die Zukunft zu schauen, sagte Pop.

Erst am Nachmittag hatte das Medienboard Berlin-Brandenburg über die Drehprojekte informiert, die in diesem Sommer in der Hauptstadtregion verwirklicht werden. Dazu gehören unter anderem Til Schweigers neuer Film „Klassentreffen 2.0 – Die Hochzeit“, der neue Wes-Anderson-Film „The French Dispatch“, Simon Verhoevens „Nightlife“ mit Palina Rojinski und Frederick Lau sowie die neuen Staffeln von „Dark“, „4 Blocks“ und „Letzte Spur Berlin“.