Nacht der Süddeutschen

Angela Merkel bei der Nacht der Süddeutschen Zeitung

Zum ersten Mal fand am Montag die Nacht der Süddeutschen Zeitung im Westen Berlins statt.

SZ-Chefredakteur Wolfgang Krach mit Bundeskanzlerin Angela Merkel.

SZ-Chefredakteur Wolfgang Krach mit Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Foto: Sergej Glanze / Glanze/Berliner Morgenpost

Berlin. Knapp zehn Minuten brauchte Angela Merkel am Montagabend für die knapp 100 Meter vom Eingang der Großen Orangerie am Schloss Charlottenburg bis zu ihrem Sitzplatz in einer weißen Sofaecke. Über eine Stunde lang hatten die Fotografen der Ankunft der Kanzlerin bei der Nacht der Süddeutschen Zeitung entgegen gesehnt.

Als sie dann um 20.15 Uhr auf den blauen Teppich trat, wurde sie mit entsprechendem Blitzlichtgewitter begrüßt und bis zu ihrem ersten Weinglas in kleiner Runde, unter anderem mit SZ-Chefredakteur Wolfgang Krach und der Französischen Botschafterin Anne-Marie Descôtes, verfolgt. „Die Fotografen sind sehr aufgeregt“, stellte Regierungssprecher Steffen Seibert fest. Auf dem Weg begrüßte Merkel noch schnell Gäste wie Grünen-Politikerin Katrin Göring-Eckardt und Moderatorin Marietta Slomka. Die wurde dabei von der Fotografenmeute beinahe umgerannt. „Das ist ein ganz schlechter Zeitpunkt, um sich zum Buffet durchzudrängeln“, scherzte Seibert.

Die Nacht der Süddeutschen Zeitung fand in diesem Jahr zum 14. Mal in Berlin statt. Zum ersten Mal im Westen, wie Krach betonte. Die Orangerie diente zu Zeiten der Preußischen Könige der Überwinterung der Pflanzen aus dem Schlosspark und wird heute für Veranstaltungen genutzt.

Seit 1926 gehört das Schloss Charlottenburg zu den staatlichen Schlössern und Gärten. „Wer grundsätzlich Probleme mit der Verstaatlichung von Immobilien hat, der kann das Gebäude jetzt noch ohne Gesichtsverlust verlassen“, so Krach in Bezug auf die aktuelle Debatte. Zumindest ganz unmittelbar machte von diesem Angebot niemand Gebrauch.