Interview

Susan Sideropoulos will mit Sportprogramm neu durchstarten

Die ehemalige „GZSZ“-Schauspielerin Susan Sideropoulos (38) verrät der Berliner Morgenpost ihre sportlichen Zukunftspläne.

Susan Sideropoulos stählt ihren Körper im „Aspria Berlin Ku’damm“.

Susan Sideropoulos stählt ihren Körper im „Aspria Berlin Ku’damm“.

Foto: foto: Anikka Bauer

Berlin. Die Rolle der shoppingverrückten Verena Koch machte sie berühmt: Zehn Jahre lang stand Susan Sideropoulos für Deutschlands beliebteste Vorabendserie „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ vor der Kamera. Seitdem hat sich bei der inzwischen 38-Jährigen einiges getan: Mit ihrem Jugendfreund Jakob Shtizberg, den sie 2006 nach nach jüdischem Ritus heiratete, hat die Schauspielerin mittlerweile zwei Söhne. Gemeinsam lebt die Familie in Charlottenburg – ganz in der Nähe ihrer neuen Wohlfühlinsel - einem Wellness- und Fitnessclub. Im Interview spricht die Zweifach-Mama über ihr neues, sportliches Leben, die Sucht nach Süßem – und ihre nicht vorhandenen Kochkünste.

Berliner Morgenpost: Frau Sideropoulos, Sie krempeln gerade Ihr Leben um, trainieren mit einem speziellen Sportprogramm und ernähren sich bewusster. Wie kam es zu dem Sinneswandel?

Susan Sideropoulos: Da gab es viele Faktoren, die Wintermonate, viel Essen, weil es so gemütlich ist, Partys, wenig frische Luft. Ich habe mich nicht dick gefühlt, aber sehr ungesund. Ich hatte Verlangen nach bewusster Ernährung. Außerdem habe ich ein Achtsamkeitsseminar im Internet gemacht, und bemerkt, das ich energetisch blockiert bin. Ich glaube an einen gewissen Flow – und das die Dinge zu einem kommen, wenn man in ihm ist. Seit ich den Hebel angesetzt habe, kommen die Dinge wirklich zu mir. Das Programm meiner Trainerin Eileen kam genau dann, als ich Lust auf eine Herausforderung hatte.

Merken Sie schon Veränderungen an sich?

Wenn man seine Gewohnheiten verändert, ändert sich automatisch das Lebensgefühl. Egal, ob man nun jeden Tag eine halbe Stunde eher aufsteht oder zwei Gläser Wasser mehr am Tag trinkt. In den letzten vier Wochen habe ich für mich gemerkt, dass es mir einfach gut tut, etwas für mich zu tun.

Was sagt Ihre Familie zu Ihrem „neuen Leben“?

Mein Mann findet es super, wir gehen auch zweimal in der Woche zusammen zum Sport. Wir sehen, was das mit uns macht, und es macht einfach Freude. Meine Kids haben auch schon mitgemacht und hatten ihren Spaß.

Die beiden sind 7 und 8, sind sie Sportkanonen?

Ja, sie turnen, machen Kampfsport und so weiter.

Waren Sie früher eher ein Sportmuffel oder immer fit for fun?

Phasenweise alles – oder nichts. Ich bin kein Typ, der zwei Stücke Schokolade essen kann, dann ganz oder gar nicht. Und so ist das auch beim Sport. Meine Freunde denken gerade schon, ich will beim Iron Man mitmachen (lacht).

Welche Musik hilft Ihnen beim Auspowern?

Ich höre gerne Beyoncé beim Training.

Dient die auch als Body-Vorbild?

Nee. Ich mache das auch nicht, um einen super Muskel-Body zu kriegen. Ich möchte einfach gerne, dass die Leute sehen, dass ich Sport mache. Eine gewisse Definition. Aber in erster Linie geht es mir ums Wohlfühlen. Dazu gehört auch ein fester Schlaf.

Wie schlafen Sie denn?

Ach, super. Ich habe aber einen kleinen Tick, ich kann nur mit Oropax schlafen. Seitdem ich die entdeckt habe, schlafe ich sensationell gut. Mein Mann schnarcht zwar nicht, aber ich wache schon beim kleinsten Vogelgezwitscher auf.

Sie schreiben in Ihr Sport-Tagebuch auch auf, was Sie essen. Fällt Ihnen Verzicht nicht schwer?

Ernährung ist gar nicht so mein Thema, das habe ich mit Hilfe eines Tagebuchs festgestellt. Ich esse nicht viel Fettiges, keine Chips und Co. Außerdem bin ich Vegetarier. Meine Schwäche sind Süßigkeiten. Wenn es gesund wäre, würde ich mich nur von Kuchen und Eis ernähren. Ich verzichte aber gerade unter der Woche auf Zucker. Am Wochenende brauche ich aber mal ein Eis oder ähnliches, zum Beispiel, wenn ich mit den Kids im Kino bin. Entzugserscheinungen hatte ich aber noch nicht, zum Glück. Ich bin da aber auch nicht so dogmatisch.

Sie sind nicht nur eine Naschkatze, sondern auch Vegetariern …

Seit ich 18 war. Ich hatte schon immer einen gewissen Ekel vor Fleisch, dann war ich drei Monate in den USA und bin als Vegetarierin wiedergekommen. Heute hat es auch mit dem Gewissen gegenüber den Tieren zu tun. Ich kann sagen: Ich werde nie wieder Fleisch essen.

Wer kocht denn Zuhause?

Niemand (lacht). Ich hasse es zu kochen, ehrlich. Ich kann es nicht, und mag es auch nicht. Ich esse dafür aber sehr gerne. Wenn ich richtig Geld über hätte, würde ich einen Koch anstellen. In Berlin kannst du aber so wahnsinnig gut essen gehen, man verhungert nicht. Natürlich kann ich ein paar Kindergerichte zubereiten. Und mein Mann kocht auch ab und zu, jedenfalls mehr als ich. Aber bei uns ist es eher andersrum: Wir gehen öfter Essen, Kochen ist dann die große Ausnahme.

Entspannen Sie denn nach dem Sport mit Sauna und Co?

Ich liebe die Sauna, aber ich mache das viel zu selten. Leider. Aber dann lockt auch schnell die Couch.

Ein anderer wichtiger Bestandteil Ihres Lebens ist die Charity-Arbeit.

Anderen zu helfen, das hat auch etwas mit einem bewussten Lebensstil zu tun. Aber man muss nicht immer an die ganz großen Taten denken. Man kann auch im Kleinen helfen. Wir geben zum Beispiel einer befreundeten Familie unsere Klamotten und Spielzeuge ab. Damit kann man auch schon viel beitragen. Ansonsten unterstütze ich die Arche und die DKMS, letzteres auch deswegen, weil ich durch einen Vorfall im Freundeskreis mit dem Thema Krebs konfrontiert wurde.

Dürfen wir Sie bald wieder im TV sehen?

Ich bin derzeit total froh, dass ich momentan Zeit für all die Dinge finde, die ich sonst aufgeschoben habe, wie dieses Sportprogramm. Natürlich bin ich in ein paar Game-Shows mit dabei, arbeite zwischendurch. Aber ich räume beruflich, genau wie im privaten, etwas auf. Ich habe neue Demotapes aufgenommen, neue Bilder machen lassen und schaue, wo der Weg für mich hinführt. Ich kann mir auch vorstellen, mal wieder in einem Musical mitzuspielen. Deswegen will ich auch wieder mit Gesangunterricht anfangen. Theater wäre vielleicht auch etwas. Zurück zu den Wurzeln also!