Schauspieler

Wie gut ist Ihre Beziehung, Herr Mücke?

In „Wie gut ist deine Beziehung?“ zweifelt Mücke an der Liebe. Privat hat der gebürtige Köpenicker sein Familienglück längst gefunden.

Schauspieler Friedrich Mücke an der Karl-Marx-Allee in Friedrichshain.

Schauspieler Friedrich Mücke an der Karl-Marx-Allee in Friedrichshain.

Foto: jörg Krauthöfer

Wenn Friedrich Mücke ein paar Tage in Berlin ist, vollzieht sich schleichend eine Transformation. Wie früher zieht der 37-Jährige dann ziellos durch die Straßen, begleitet von dem latenten Gefühl, etwas zu verpassen. Das Berlinern kommt zurück. Und schließlich beginnt der Schauspieler sogar, seine Heimatstadt ein kleines bisschen zu vermissen. „Dann frage ich mich, was eigentlich der Grund war, zu gehen“, sagt er. Bisher ist es ihm immer wieder eingefallen. Vor 12 Jahren zog Mücke für ein Engagement am Münchner Volkstheater Richtung Süden.

Dort lernte er seine Kollegin Barbara Romaner kennen. Die beiden heirateten und bekamen drei Kinder. „Als ich mit 29 Vater geworden bin, ist meine ganze Reise in eine ganz andere Richtung gegangen“, sagt der gebürtige Köpenicker. Er spüre jetzt nicht mehr den Druck, etwas erleben zu müssen. „München übt eine große Ruhe auf mich aus.“ Seine Eltern überzeuge er meist, ihn im beinahe ländlichen Bogenhausen zu besuchen. Nur beruflich führe an Berlin dann doch kein Weg vorbei. So wie gerade erst zur Berlinale oder auf der Kinotour zu seinem aktuellen Film „Wie gut ist deine Beziehung?“. Mücke spielt darin den nicht minder gefestigten Steve. Seit fünf Jahren ist er glücklich mit seiner Freundin Carola zusammen.

„Meine Ehe ist sehr stabil“

Als sein bester Freund aus heiterem Himmel verlassen wird, beginnt jedoch auch Steve, die Stabilität seiner Liebe in Frage zu stellen. Für Mücke undenkbar. „Mich haut so schnell nichts um“, sagt er. „Meine Ehe ist sehr stabil.“ Dennoch habe er nach den Dreharbeiten viel über Achtsamkeit in Beziehungen nachgedacht. „Man muss seinen Partner nicht immer mit Samthandschuhen anfassen, aber man sollte es achten, mit ihm zu leben. Und vielleicht auch mal wieder fragen: Willst du das noch so?“ Ganz fremd sei ihm eine gewisse Verunsicherung in der Lebensmitte aber nicht. Die beziehe sich allerdings nur auf ihn selbst. „Mit 35 hatte ich so ein Halbzeitgefühl“, sagt Mücke. „Seitdem mache ich ein bisschen mit beim Gesundheitswahn.“