Preisverleihung

Ernst-Lubitsch-Preis verliehen: Hollywood-Flair in Berlin

Die Schauspieler Lars Eidinger und Bjarne Mädel kamen zur Verleihung - außerdem gab es einen Überraschungsbesuch aus den USA.

Bjarne Mädel und Lars Eidinger Händchen haltend mit dem Ernst-Lubitsch-Preis. (v.l.)

Bjarne Mädel und Lars Eidinger Händchen haltend mit dem Ernst-Lubitsch-Preis. (v.l.)

Foto: Sergej Glanze / Glanze/Berliner Morgenpost

Das traditionsträchtige Kino Babylon am Rosa-Luxemburg-Platz in Mitte öffnete am Mittwochabend seine Türen für das „Who is Who“ des deutschen Filmes und einen Ehrengast aus den USA. Bereits seit 1958 vergibt der Club der Filmjournalisten Berlin e.V. im Rahmen einer jährlichen Gala den Ernst-Lubitsch-Preis für die beste komödiantische Leistung im deutschsprachigen Film. Nicola Lubitsch reiste eigens aus Los Angeles an, um das 80. Jubiläum des Films „Ninotschka“ zu feiern, der unter der Regie ihres Vaters und Namensgebers der Veranstaltung, Ernst Lubitsch, entstand.

„Nach Berlin zu kommen, fühlt sich an wie nach Hause kommen“, so die 80-Jährige. Sie freute sich besonders auf die Ausstrahlung der Liebeskomödie mit Greta Garbo in der Hauptrolle im Kinosaals des Babylons. Der komisch-anrührende Film des verstorbenen Berliner Regisseurs, der 1922 nach Hollywood emigrierte, hat an Witz nichts eingebüsst und brachte die geladenen Gäste, darunter ehemalige Preisträger wie Katja von Garnier und Leander Haußmann in ihren Kinosesseln zum Lachen.

Heute würde ihr Vater sein komödiantisches Talent an keinem Geringeren als dem US-Präsidenten Donald Trump abarbeiten, ließ Lubitschs Tochter verlauten: „Diese Vulgarität, das schlechte Benehmen, das Vokabular eines Kindergartenkindes. Der ganze Mann ist ja eigentlich schon ein Witz.“

Natürlich wurden auch wieder die aktiven Filmschaffenden des deutschen Kinos und ihre aktuellen Werke geehrt. Im Anschluss an die Vorführung sollten die Schauspieler Lars Eidinger und Bjarne Mädel für ihre Darstellungen in „25 km/h“ den Ernst-Lubitsch-Preis entgegen. „Das ist materialisierte Anerkennung für etwas, das man liebt“, so Eidinger.

Überraschungsgast und Komiker Karl Dall hielt mit gewohnt trockenem Humor die Laudatio auf die beiden Gewinner. „Das Roadmovie entfaltet seine Kraft aus dem Zusammenspiel von Eidinger und Mädel, das uns zugleich berührt und amüsiert“, erklärt der Club der deutschen Filmjournalisten seine Entscheidung. Im Anschluss ließ die Besetzung von „25 km/h“ gemeinsam mit den geladenen Gästen den Abend mit einer Afterparty ausklingen.

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