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Mit den Rosamunde-Pilcher-Stars beim Dinner

Vier Berliner Schauspieler treffen sich privat zum Essen – und die Berliner Morgenpost darf dabei sein.

Freunde dank Rosamunde Pilcher: Frieder Venus, Nadine Warmuth, Mathias Harrebye-Brandt und Gabriel Merz (v.l.).

Freunde dank Rosamunde Pilcher: Frieder Venus, Nadine Warmuth, Mathias Harrebye-Brandt und Gabriel Merz (v.l.).

Foto: Amin Akhtar

Prenzlauer Berg. Vom britischen Cornwall nach Prenzlauer Berg: Nadine Warmuth (36), Gabriel Merz (47), Mathias Harrebye-Brandt (45) und Frieder Venus (69) haben sich im vergangenen Sommer am Set vor Englands südwestlicher Küste zur jüngsten Rosamunde-Pilcher-Verfilmung „Morgens stürmisch, abends Liebe“ (6. Januar, 20.15 Uhr, ZDF) nicht nur vor der Kamera kennen und lieben gelernt.

Der Traumjob in der Idylle hat aus den vier Hauptdarstellern auch über die Dreharbeiten hinaus Freunde gemacht. „Klar, man hat ja schließlich über einen Monat zusammen an einem Ort verbracht. Nach Drehschluss haben wir uns oft noch alle im Pub getroffen oder Golf gespielt“, so Mathias Harrebye-Brandt. Seitdem sind die vier Berliner regelmäßig in Kontakt.

Jetzt lud Harrebye-Brandt zum ganz besonderen Dinner in seine Altbauwohnung in Prenzlauer Berg. Mit Hilfe seiner Freundin stellte der Schauspieler „German Tapas“ zusammen. Deutsche Hausmannskost – von Kartoffelsalat über Buletten bis hin zu Pfannkuchen – steht hier in kleinen Formaten auf dem Tisch. Die kulinarische Inspiration stammt aus Brandts Lieblingsrestaurant im Viertel „Die Schule“. „Ich kenne das aus Dänemark. Da findet die Party am Esstisch statt“, so Harrebye-Brandt, dessen Mutter Dänin ist.

Streit gibt es nur vor der Kamera

Doch vor dem Essen wird zuerst mit den Co-Stars auf das neue Jahr angestoßen, das mit der Ausstrahlung des gemeinsamen Rosamunde-Pilcher-Films einen besonders erfolgreichen Auftakt hat. Die Geschichte: Als Holly befindet sich Nadine Warmuth plötzlich in einer vertrackten Dreiecksgeschichte zwischen ihrem langjährigen Freund Julian, gespielt von Mathias Harrebye-Brandt, und Vince Jones-Miller, gespielt von Gabriel Merz.

Letzterer ist als neuer Spitzenkoch gerade frisch in Cornwall angekommen und der Erzeuger von Hollys Kindern, den Teeanger-Zwillingen Lisa (Johanna Hens) und Leo (Noah Kraus). Einziges Problem: Holly hat den Kindsvater bisher verschwiegen. Vince weiß nichts von seinem Glück, und Julian hat sie eine unwahre Geschichte von einem spanischen One-Night-Stand aufgetischt. Die Folgen dieses Lügenkon­strukts sind ein Auf und Ab der Gefühle, das einige Überraschungen bereithält. Nichts ist hier, wie es scheint – und doch raufen sich am Ende alle zusammen.

Frieder Venus, der im Film Harrebye-Brandts Vater mimt, hat die väterliche Rolle auch im wahren Leben verinnerlicht und zieht seinen Filmsohn mit seiner neuen Liebe auf. „Du hast meinen Segen“, scherzt Venus. Streit und Missverständnisse gibt es bei dem eingeschworenen Schauspieler-Team nämlich nur vor der Kamera. „Es gab kein Konkurrenzdenken am Set. Jeder hat seinen Raum bekommen“, so Venus. Ob das wohl auch daran liegt, dass die vier Liebe und Arbeit strikt trennen? „Ich verliebe mich nie in Kollegen. Ich brauche in meinem Privatleben einen bodenständigen Ausgleich“, erklärt Nadine Warmuth, die mit ihrem Sohn und ihrem Mann in Charlottenburg lebt.

„Es gibt einige unerwartete Wendungen"

Wenn die Schauspielerin zu Hause ist, kocht sie jeden Tag. Die Zutaten holt sie im Bioladen, beim Fischhändler und beim Bäcker im Kiez. Wie die Schauspielerin Kind und Karriere unter einen Hut bekommt? „Solange mein Sohn noch nicht in der Schule ist, ist es einfach. Er hat mich gemeinsam mit meinem Mann am Set in England besucht“, verrät Warmuth.

Auch Gabriel Merz meistert den Spagat zwischen Beruf und Familie. Er ist Vater von drei Kindern, von den Müttern seiner Kinder lebt der Schauspieler mittlerweile getrennt. Die zwei Ältesten sind genau wie im Film Zwillinge, ein Mädchen und ein Junge im Teenageralter, von seinem dritten Kind, einer kleinen Tochter, hat der Schauspieler erst vor Kurzem erfahren. Seine Rolle als Koch Vince Jones-Miller hat also viele Parallelen zu seinem echten Leben, was wahrscheinlich auch der Grund für seine authentische Darstellung ist.

„Die Protagonisten dürfen hier Fehler machen, ohne gleich als Klischee-Bösewichte gezeichnet zu werden. Sie versuchen, ihre Probleme am Ende gemeinsam zu lösen und das macht den Film auch so glaubhaft“, erklärt Merz. Seine Kollegen stimmen ihm zu. Frieder Venus bringt es auf den Punkt: „Es gibt einige unerwartete Wendungen, mit denen man nicht rechnet, einerseits sehr direkt und anderseits widersprüchlich wie im echten Leben. Der Film hat alles, was eine gute Familienunterhaltung braucht.“

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