Jan Hartmann

„Windeln wechseln mache ich mit links“

Der Schauspieler und zweifache Vater Jan Hartmann über die Liebe zu seiner Familie.

Jan Hartmann und seine Ehefrau Julia haben ihre Vermählung 2016 in Italien zelebriert.

Jan Hartmann und seine Ehefrau Julia haben ihre Vermählung 2016 in Italien zelebriert.

Foto: imago stock / imago/Spöttel Picture

Auch wenn „Kreuzfahrt ins Glück: Hochzeitsreise auf die Ky­kladen“, der Titel des ZDF-Films, in dem Schauspieler Jan Hartmann am 1. Januar um 21.45 Uhr zu sehen ist, anderes vermuten lässt, hat das ganz private Glück des Schauspielers nichts mit einer Schiffsreise zu tun: Der 38-Jährige ist kürzlich zum zweiten Mal Vater geworden. Im Interview erklärt Hartmann, warum er nach Wochen ohne seine Lieben sterben würde – und weswegen er seine Hochzeit nicht unbedingt hätte feiern müssen.

Sie waren als Hochzeitsplaner in „Kreuzfahrt ins Glück“ in diesem Jahr in Griechenland auf den Kykladen unterwegs. Haben Ihre Frau Julia und der kleine Nikolas Sie auf den Reisen begleitet?

Jan Hartmann: Ja, Julia und unser Sohn sind immer dabei. Das geht mit ihm auch unglaublich gut. Nikolas ist total entspannt, ein echtes Reisekind. Er hat noch nie im Flieger geweint, ist an allem interessiert. Auf dem Schiff war er übrigens das einzige Kind, konnte mit niemandem spielen. Aber auch das hat er ganz gut weggesteckt. Seit Kurzem geht er übrigens in den Kindergarten, und da gefällt es ihm zum Glück sehr gut. Solange er noch nicht in die Schule geht, werden wir ihn weiter mitnehmen. Dann sind wir ja an die Ferienzeiten gebunden.

Das wird für Sie dann auch nicht einfach, wenn Ihre Lieben nicht dabei sein können. Immerhin sind Sie ja oft wochenlang unterwegs.

Ja, das ist schwierig. Wenn ich mehrere Wochen ohne meine Lieben sein müsste, würde ich sterben! Wir werden dann sicher eine Lösung finden, damit wir nicht zu lange voneinander getrennt sind.

Sie sind gerade wieder Vater geworden. Herzlichen Glückwunsch zum zweiten Baby!

Ja, ich bin wieder Vater geworden und so unendlich dankbar und stolz! Wir sind gerade in der Kennenlern-Phase und einfach total glücklich.

Wie hat Nikolas auf das neue Geschwisterchen reagiert?

Er ist richtig verliebt in das Baby. Wir haben ihm ein kleines Geschenk gemacht zur Geburt und ihm gesagt, dass das Baby ihm das geschenkt hat. Das hat ihm total gefallen, und bis jetzt ist er überhaupt nicht eifersüchtig. Er will den ganzen Tagen kuscheln und das Baby streicheln.

Windeln wechseln, baden, füttern, was war für Sie die größte Herausforderung als frischgebackener Vater?

Ich musste zuerst einmal meinen eigenen Rhythmus umstellen. Ich neige dazu, spät ins Bett zu gehen. Das ging nicht mehr, sonst wäre ich mit dem wenigen Schlaf nicht ausgekommen. Windeln zu wechseln war anfangs sehr ungewohnt, das gebe ich zu. Mittlerweile mache ich das mit links! Was mir am Anfang Probleme machte, war den Säugling richtig zu halten. Ein Baby ist so klein und zerbrechlich, da hat man schon Angst, dass man etwas kaputt macht. Ich habe selbst seit vielen Jahren Rückenprobleme, deshalb habe ich immer sehr auf ihn geachtet.

In „Kreuzfahrt ins Glück“ spielen Sie einen Hochzeitsplaner. Was macht für Sie eine perfekte Hochzeit aus?

Die perfekte Partnerin gefunden zu haben, ist das Wichtigste. Was das Feiern anbelangt, bin ich allerdings etwas muffelig. Wenn es nach mir gegangen wäre, hätte ich unsere Hochzeit nicht unbedingt feiern müssen. Ich feiere nicht mal meine Geburtstage. Für Frauen ist das sicher noch mal ganz anders. Das weiße Brautkleid, eine romantische Zeremonie ist natürlich für jede Frau wichtig.

Wie haben Sie die Hochzeit dann erlebt?

Bei der standesamtlichen Trauung waren wir ganz allein, nicht einmal unsere Eltern waren dabei. Das Fest am Gardasee, eineinhalb Jahre später, war dann wirklich toll. Meine Frau sah in ihrem weißen Brautkleid einfach bezaubernd aus. Ich dagegen war total aufgeregt, habe gezittert und konnte nicht mehr sprechen. Das werde ich nie vergessen.

Was lieben Sie an Ihrer Frau Julia ganz besonders?

Julia ist total pur und rein. Sie ist der aufrichtigste Mensch, den ich kenne, mit einem tollen Wertesystem. Sie passt einfach sehr gut zu mir. Sie hat auch nie, wie das andere gerne mal tun, irgendwelche Spielchen mit mir gespielt. Julia ist meine Seelengefährtin, mit ihr möchte ich alt werden.

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