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Wie Josefine Preuß kalte Wintertage verbringt

Die Schauspielerin spricht im Interview über ihren neuen Winter-Gruselfilm und warum sie Weihnachten nach Thailand fliegt.

Schauspielerin Josefine Preuß wurde durch die Serie „Türkisch für Anfänger“ bekannt.

Foto: imago stock / Horst Galuschka/imago stock

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Ein Besen, eine Streichholzschachtel, ein Stein und ein geheimnisvolles Hexenhaus: Eine junge Frau startet mit dieser skurrilen Erbschaft in ein Abenteuer, das so düster wie romantisch ist. Verkörpert wird die Studentin Nico von Schauspielerin Josefine Preuß. Der Film „Schattengrund“ (10. Dezember, 20.15 Uhr, ZDF), basierend auf dem Bestseller von Elisabeth Herrmann, spielt in der Einsamkeit des verschneiten Bodetals im Harz. Mit der Berliner Morgenpost spricht die 32-Jährige über das Gruselprojekt und ihre Feiertagspläne.

Sie spielen viele Szenen ganz ohne Kollegen. Haben Sie sich während der Dreharbeiten manchmal einsam gefühlt?

Josefine Preuß: Währenddessen nicht, da hat man genug zu tun. Aber wenn man monatelang woanders dreht, kommt auch schon mal Heimweh auf und man vermisst sein normales Umfeld, seine Freunde.

Die Autorin sagt über die Geschichte, dass sie eine Rückkehr in das böse Märchenreich der Kindheit wäre. Was hat Ihre Fantasie früher besonders angeregt?

Ich habe schon als Kind wirklich viel gelesen. Meine frühen Helden waren die rote Zora, Momo und die Figuren aus Erich Kästners Büchern, von dem ich später auch seine Erwachsenenromane wie „Fabian“ verschlungen habe.

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„Schattengrund“ ist nichts für schwache Nerven. Schauen Sie gern Thriller oder sind Sie eher ein Angsthase?

Ist eigentlich gar nicht so mein Genre. Vor brutale Krimis und Thriller setze ich mich selten freiwillig. Wenn es gut gemacht ist, kann es mich aber fesseln. Ich bevorzuge nicht die visuellen Schocker, sondern finde es spannend, wenn sich der Horror psychologisch, im Kopf abspielt. Die schlimmste Fantasie sollte im Kopf des Zuschauers entstehen.

Katholische Symbolik spielt im Spannungsaufbau eine große Rolle. Kennen Sie die Faszination für christlichen Grusel?

Der christliche Grusel gehört zu den toll geschriebenen fiktiven Figuren aus dem Dorf. Ich verkörpere eine Großstädterin, die eigentlich gar nichts mit Religion am Hut hat, diese Symbolik gehört weniger zu ihrer Geschichte.

Wenn man den Film guckt, will man sich am liebsten mit Kakao und einer starken Schulter auf die Couch kuscheln. Wie verbringen Sie die kalten Tage am liebsten?

Bei guter Kleidung gibt es auch kein schlechtes Wetter. Ich gehe auch im Winter gerne raus. Momentan bin ich noch nicht so in Weihnachtsstimmung, es sieht noch gar nicht nach Winter aus. Wenn es kalt wird, kann ich mich aber auch mal zu Hause einmummeln, mit einem Tee und einem guten Buch. So genieße ich die gemütliche Zeit.

Wenn die Feiertage bevorstehen, fängt man schon mal an, über das vergangene Jahr nachzudenken. Welche Highlights sind Ihnen 2018 besonders nahegegangen?

Es war absolut arbeitsintensiv. Deshalb hatte ich nicht so viel von diesem tollen Jahrhundertsommer. Ich freue mich sehr auf den Jahresausklang: Ich werde mit Freunden über die Weihnachtsfeiertage und das neue Jahr in die Sonne nach Thailand fliegen. Das wird hoffentlich noch ein Highlight.

Mit Vladimir Burlakov haben Sie gerade „Gestalkt“ für Sat.1 gedreht. Sie sind befreundet. Wird am Set viel herumgelabert?

Rumalbern ist bei der Thematik nicht so angebracht. Es waren sehr intensive Dreharbeiten rund um eine Geschichte, die sich dem Stalking widmet, das kann schon an die Nieren gehen. Mit einem Kollegen zu drehen, den man auch privat gut kennt, macht die Arbeit natürlich angenehm.

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