Christian Alvart

„Dogs of Berlin“-Regisseur zog aus AfD-Angst an Stadtrand

Christian Alvart bei der Premiere von "Dogs of Berlin".

Christian Alvart bei der Premiere von "Dogs of Berlin".

Foto: Getty Images/Andreas Rentz

Zunehmender Rechtspopulismus bereitet der Berliner Kreativszene Sorgen. Christian Alvart zog deshalb sogar aus Mitte weg.

Berlin. Die neue Netflix-Serie „Dogs of Berlin“ feierte am Donnerstagabend in Berlin Premiere. Katrin Sass (62, „Weissensee“) spielt darin eine Frau aus der rechtsradikalen Szene. Ihr selbst mache das Thema Rechtsradikalismus Angst, sagte sie am Rande der Serienpremiere .

„Dass jemand vor laufender Kamera mit ausgestrecktem Arm durch die Stadt läuft, ist für mich ein echter Horror. Mir wird auch ziemlich schlecht, wenn ich daran denke, wie jung diese Leute sind. Wir haben es selbst nicht erlebt, und unsere Eltern haben kaum darüber geredet.“

Auch Regisseur Christian Alvart macht sich angesichts der politischen Lage Sorgen. Er ist in die Peripherie der Hauptstadt umgezogen - auch um seine Kinder zu schützen. Der gebürtige Hesse sagte am Rande der Serien-Premiere: „Ich lebe seit 20 Jahren in Berlin und mache mir aufgrund der Entwicklung schon Sorgen um meine afghanische Frau und unsere sogenannten Mischlingskinder. Wir sind auch deshalb von der Mitte Berlins in ein Haus an den Rand von Berlin gezogen.“ Vorher habe er „geschaut, wie da gewählt wird, wie hoch da der AfD-Anteil ist und so weiter, weil ich meinen Kindern die Erfahrung ersparen möchte, dass sie Mobbingopfer werden“.

„Dogs of Berlin“ startet am 7. Dezember auf Netflix mit Fahri Yardim und Felix Kramer in den Hauptrollen. ‎

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( dpa/BM )

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