Filmpremiere

Sandra Bullock präsentiert Horror-Film im Zoo Palast

Die Oscar-Preisträgerin Sandra Bullock hat ihren neuen Horror-Film „Bird Box“ in Berlin vorgestellt.

Oscar-Preisträgerin Sandra Bullock bei der Vorstellung von  „Bird Box“ auf dem roten Teppich des Zoo Palastes.

Oscar-Preisträgerin Sandra Bullock bei der Vorstellung von „Bird Box“ auf dem roten Teppich des Zoo Palastes.

Foto: Sergej Glanze / Glanze/Berliner Morgenpost

Berlin. Heiligabend mit weißem Spargel, Sauerkraut und Bratwürsten – als „traditionell deutsch“ beschrieb Hollywoodschauspielerin Sandra Bullock ihr Weihnachtsessen in wenigen Wochen, als sie am Dienstagabend ihren Film „Bird Box“ im Zoo Palast vorstellte. „Und dazu deutsche Weihnachtsmusik, ein echter Baum, aber wegen der Kinder nicht mit echten Kerzen“, erklärte die 54-Jährige, die in Louisiana lebt. Vor dem Zoo Palast wollte sie lieber nur Englisch sprechen, sonst beherrscht sie die deutsche Sprache gut – ihre Mutter war eine deutsche Sängerin, sie selbst lebte bis zum Alter von zwölf Jahren in Nürnberg, Wien und Salzburg.

Etwas deutsche Weihnachtsatmosphäre tankte sie tags zuvor bereits mit ihrem Lebensgefährten Bryan Randall und den Kindern Laila (6) und Louis (8) auf dem Weihnachtsmarkt am Gendarmenmarkt, kaufte Glühwein und sah sich die winterlich geschmückten Stände an.

In dem Horrorstreifen „Bird Box“ spielt die Oscar-Preisträgerin eine Mutter, die sich und ihre Kinder vor einer Alien-Attacke retten will und mit ihnen auf einem Ruderboot flieht. Weil die Außerirdischen fünf Jahre lang einen großen Teil der Menschheit ausgelöscht haben, indem sie sie durch ihr Antlitz in den Selbstmord trieben, müssen sich die Mutter und die Kinder mit verbundenen Augen durchkämpfen. Der Film wird ab 21. Dezember im Netflix-Programm zu sehen sein.

Auf ihre Rolle bereitete Bullock sich unter anderem mithilfe eines Blinden vor, der sie trainierte, sich mit verbundenen Augen einigermaßen zu orientieren. „Ich war fasziniert davon, wie er sich in seiner Umgebung zurechtfindet und was er leistet“, sagte sie. Gefürchtet habe sie sich während des Drehs vor allem davor, ohne Sicht eines der mitspielenden Kinder zu verlieren. Die Regisseurin des Films, die dänische Oscar-Gewinnerin Susanne Bier: „Trotz allen Trainings sind viele Schauspieler gegen Kameras und Bäume gelaufen, weil sie ja nichts sahen.“

Zu der Premiere am Dienstagabend kamen unter anderem Schauspieler Thomas Heinze und Regisseur Detlev Buck. Jochen Schropp moderierte die Bühnenpräsentation. „Heute früh noch habe ich mich in meiner Sendung des Sat1-Frühstücksfernsehens laut gefragt, warum ich nicht bei dieser Premiere bin“, sagte er. „Da rief Netflix an. Und zack, war ich als Moderator engagiert – dabei muss ich doch um 2.45 Uhr wieder aufstehen wegen meiner nächsten Frühstücksfernseh-Sendung.“

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