Soziales Engagement

Pflege, Tod, Trauer: Unionshilfswerk ehrt Journalisten

Die Geschichten, die mit dem Richard-von-Weizsäcker-Preis ausgezeichnet wurden, handeln von Themen, die mehr Öffentlichkeit verdienen.

Redner des Abends: Eberhard Diepgen und Wolfgang Huber (v.l.).

Redner des Abends: Eberhard Diepgen und Wolfgang Huber (v.l.).

Foto: Jörg Krauthöfer

Berlin. Eine bewegende Preisverleihung erlebten am Dienstagabend mehr als 100 Gäste in der Bertelsmann Hauptstadtrepräsentanz Unter den Linden. Es lag vor allem an den Geschichten, die beim Richard-von-Weizsäcker-Journalistenpreis ausgezeichnet wurden. Sie handeln von pflegenden Angehörigen, Pflegebedürftigen, Sterbenden und Trauernden. Themen, die die preisverleihende Unionhilfswerk-Stiftung mehr in die öffentliche Wahrnehmung rücken möchte.

Den mit 10.000 Euro dotierten ersten Preis erhielt Kathrin Runge für ihre Geschichte in der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ „Kleine mit großer Last“/„Ich bin auch daran gewachsen“, in der sie die Situation einer Studentin schildert, die ihre MS-kranke Mutter und ihren krebskranken Vater rund um die Uhr pflegt. Die Arte-Reportage „Abschied vom Leben – Letzte Fahrt mit dem Wünschewagen“ von Dominic Egizzi erhielt den zweiten Preis. Mit Platz drei wurde Karl Grünberg für seinen Nachruf „Katrin und Elias Linus Eichelbaum“ im „Tagesspiegel“ geehrt.

Altbischof Wolfgang Huber, Ehrenvorsitzender der Preisjury: „Es sind bewegende, herausragende Beiträge – hervorragend recherchiert und zugleich voller Empathie.“ Berlins ehemaliger Regierender Bürgermeister Eberhard Diepgen plädierte für die Einführung eines sozialen Pflichtdienstes für junge Menschen, anders ließe sich die zukünftige Situation nicht bewältigen. Laudatoren waren die Journalisten Georgia Tornow und Lutz Krieger sowie Morgenpost-Chefredakteurin Christine Richter. Sängerin Marie Luise Bestehorn begeisterte mit portugiesischen Liedern.

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