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Barbara Schöneberger: „Ich google mich schon ganz gerne“

Die Moderatorin spricht im Interview über ihr Magazin, Dekolleté-Wettbewerbe auf den Wiesn und welchen Preis sie gerne bekommen würde.

Barbara Schöneberger arbeitet derzeit an einem eigenen Internetradiosender

Barbara Schöneberger arbeitet derzeit an einem eigenen Internetradiosender

Foto: Reto Klar

Berlin. Große Freude am Freitagvormittag für die Fans von Barbara Schöneberger: Die Allzweckwaffe der deutschen Unterhaltungsindustrie lud Leserinnen ihrer Zeitschrift „Barbara“ ins Bikini-Haus in Charlottenburg ein, um sich deren Fragen zu stellen.

Dass die gebürtige Münchnerin ausgerechnet während der Wiesn-Zeit in der Hauptstadt ist, könne sie verschmerzen, wie die 44-Jährige im Interview verrät.

Frau Schöneberger, es ist Wiesn-Zeit. Statten Sie als gebürtige Münchnerin dem Oktoberfest noch einen Besuch ab?

Ja, aber anders, eher im privaten Rahmen. Man wird mich nicht zur Wahl des schönsten Wiesn- Dekolletés neben Mariella Ahrens antreffen. Ich gehe jedes Jahr hin, um mit Freunden zu feiern, aber so, das es niemand mitbekommt. Ich muss da nicht mein Dirndl mit transparenter Bluse vorzeigen, um Spaß zu haben.

Sie haben ja auch einen guten Grund, heute hier zu sein. Im Publikum sitzen auch ein paar Männer. Warum sollten die Ihr Magazin lesen?

Ich habe mich ja im Laufe meiner Karriere von einer jungen, männlichen Zielgruppe hin zu einer mittelalten, weiblichen hingearbeitet. Einige Männer sind natürlich geblieben oder neu dazugekommen. Unsere Themen sind ja nicht Abnehmen und Cellulite, sondern vielfältig – daher können wir sehr gut auch von Männern gelesen werden.

Was für Frauenzeitschriften haben Sie denn früher gerne gelesen?

Ich hatte die Elle im Abo, die Jolie und ich kaufe mir auch jetzt noch das Magazin Salon, ich liebe es, zu kochen, einzurichten, das interessiert und inspiriert mich. Ich liebe es, am Flughafen oder Bahnhof drei Hefte zu kaufen und diese mit sich rumzuschleppen, herrlich!

Mit welchen Themen kann man Sie denn jagen?

Diese ganzen Selbstoptimierungssachen langweilen mich. Das ist mir zu viel bemüht worden, wie kann ich meine Bikinifigur kriegen, wie werden meine Haare seidiger, wie bekomme ich mehr Gehalt, das wurde alles überstrapaziert. Man kann sich auch mal was lesen, um sich zu entspannen und nur zu genießen.

Also muss ein Müsli bei Ihnen nicht auch gleichzeitig schlanker, jünger und gesünder machen?

Nein. Wir wissen ja im Prinzip auch alle, wie es funktioniert: Weniger Essen, mehr Sport machen, wenig Alkohol, nicht Rauchen. Da muss ich mir auch nicht die 500. Erkenntnis drüber runterladen. Frauen haben heute mehr Lust auf Humor, sind sowieso toll, das wissen sie auch.

Im aktuellen Heft turnen Sie auf einem Springbock herum. Kamen da Erinnerungen an den Sportunterricht in der Schule hoch?

Ich habe gesagt, dass ich da niemals drüber springen kann, aber mir wurde netterweise ein Trampolin dahinter gestellt, das ging dann und hat Spaß gemacht. Im Sportunterricht konnte ich vieles leider nicht. Und wenn ich heute in eine Schule gehe und den Linoleumboden rieche, dann erinnere ich mich sofort daran, wie schwerfällig ich unten am Tau hing und nicht nach oben klettern konnte.

Sie arbeiten seit 20 Jahren in der Branche. Wenn Sie alte Folgen von „Blondes Gift“ sehen, was empfinden Sie dann?

Ich google mich schon mal ganz gerne ab und an, und sehe mir die alten Sachen auch an. Da muss ich teilweise auch mal schlucken, aber teilweise auch sehr lachen. Ich finde es lustig, das es viel von meinen alten Sachen noch zu sehen gibt und es auch Leute gibt, die sich das gerne anschauen.

Viele Kollegen, die Sie damals interviewt haben, sind ja auch heute noch gut im Business …

Ja, und viele aber auch nicht!

Sie bekommen viel positive Resonanz. Können Sie in Ihrer Wahlheimat Berlin unerkannt durch die Straßen laufen?

Je größer die Stadt, desto weniger gibt es Fanaufläufe. Wenn ich natürlich morgens in Rosenheim im H&M shoppen würden, dann sehe die Sache wahrscheinlich anders aus. Ich glaube, man kann als bekannte Person so durch die Stadt gehen, dass niemand davon etwas mitbekommt, oder eben andersrum. Ich entscheide mich für Ersteres. Ich verstehe auch nicht, dass viele Kollegen nur noch mit Bodyguards unterwegs sind. Ich fahre nach wie vor mit den öffentlichen Verkehrsmitteln und das klappt alles ohne Behelligung.

Sie haben schon unzählige Preisverleihungen moderiert. Welchen Preis würden Sie denn gerne einmal bekommen?

Ich möchte schon gerne mal einen Bambi bekommen oder eine Goldene Kamera. Ganz egal für was, Hauptsache einfach haben.

Welcher Preis müsste Ihrer Meinung nach noch erfunden werden?

Ich glaube es gibt wirklich alle Preise, die diese Welt braucht. Ich hab da ja einen ganz guten Überblick, ich moderiere ja alle – und wir sind gut abgedeckt.

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