Gerald Uhlig-Romero

Gründer des „Einstein Unter den Linden“ gestorben

Gerald Uhlig-Romero war Künstler, Regisseur, Schauspieler und schließlich Gastronom. Anfang Juli ist der Promi-Gastwirt gestorben.

Gerald Uhlig-Romero ist im Alter von 64 Jahren gestorben

Gerald Uhlig-Romero ist im Alter von 64 Jahren gestorben

Foto: Sergej Glanze

Berlin. Er war Autor, Regisseur, Schauspieler und Caféhausbesitzer: Im von ihm gegründeten Café Einstein Unter den Linden bewirtete Gerald Uhlig-Romero Politiker und Prominente, lud Persönlichkeiten zum Salongespräch ein. In der Galerie neben dem Kaffeehaus zeigte er Werke von Helmut Newton, Wim Wenders und Dennis Hopper. Nun ist der Promi-Gastwirt im Alter von 64 Jahren gestorben.

Seit seiner Kindheit litt der gebürtige Heidelberger an Morbus Fabry. Diagnostiziert wurde die seltene Stoffwechselkrankheit, die alle Organe befällt, bei ihm allerdings erst mit 53 Jahren. Davor lag eine Odyssee zu Ärzten und Wunderheilern, wie Uhlig-Romero in seinem Buch „Und trotzdem lebe ich“ schrieb. Zuletzt wurde eine Transplantation überlebensnotwendig. Seine Frau Mara spendete 2006 eine Niere. 2012 starb sie mit nur 42 Jahren an Bauchspeicheldrüsenkrebs. „Wir haben in der genetischen Lotterie verloren. Wir hatten keine Chance“, sagte Uhlig-Romero damals.

Als charmant, gewandt und doch zurückhaltend wird er von seinen Gästen beschrieben. 1996 hatte er das Café Unter den Linden eröffnet und zum 20. Jubiläum aufgrund seiner Erkrankung an die Macher des „Grill Royal“, Boris Radczun, Stephan Landwehr und Moritz Estermann verkauft. Für die derzeitigen Betreiber ist sein Tod ein sehr privates Thema, zu dem sie sich nicht äußern möchten, wie sie auf Anfrage der Berliner Morgenpost mitteilten.

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