Fashion Week

Das sind Michi Becks Modegeheimnisse

Der Fanta-4-Star Michi Beck über den Berliner Style und Fashion-No-Gos.

Michi und Ulrike Beck / Beck to Beck Modelabel

Michi und Ulrike Beck / Beck to Beck Modelabel

Foto: Reto Klar

Wenn Schauspieler plötzlich singen und Models moderieren, löst das bei manchen zunächst ein abwertendes Schulterzucken aus. Nicht immer ist diese Haltung berechtigt, wie der Fall der Marke „Beck To Beck“ zeigt: Hier geben Musiker modisch den Ton an. Im Rahmen der Berlin Fashion Week stellten der Fanta-4-Musiker Michi Beck und seine Frau Uli ihre erste Mode-Linie vor.

Zusammen ist das Ehepaar schon seit acht Jahren als DJ-Team unterwegs, jetzt präsentierten die beiden ihre Kollektion „Blinded“ und eröffneten am Dienstag passend dazu einen eigenen Pop-up-Store an der Alten Schönhauser Straße 15. Für zwei Wochen gibt es die Kollektion, die aus minimalistischen Klassikern wie T-Shirts, Sweatern und Hoodies besteht, in Berlin zu ergattern. Exklusiv in der Berliner Morgenpost verrät das 50-Jährige Multitalent, das mit Uli und den beiden gemeinsamen Töchtern Romny und Poppy in der Hauptstadt lebt, was es im Laufe der Jahre für Stilweisheiten gesammelt hat.

Michi Beck über:

GUTEN STIL

„Stil ist nicht messbar. Das Individuelle ist wichtig, dass die Klamotte zur Person passt und man ihr abnimmt, was sie trägt. Die Gesamterscheinung muss stimmen. Heute ist man nicht automatisch gut angezogen, nur weil man einen Anzug trägt. Es gibt heute zum Glück so viele Variationen von gutem Stil.“

JOGGINGHOSE

„Ich trage Backstage und Zuhause zum Entspannen gerne Jogginghosen. Jeans auf der Couch sind mir doch etwas zu unbequem. Jogginghosen sehen bei 25-Jährigen auf der Straße auch gut aus. Ich bin aus dem Alter schon raus, dass ich damit auch öffentlich rumlaufen würde.“

BERLIN

„Gerade in Berlin spielen die Leute mit Mode, trauen sich mehr. Ich lebe seit 17 Jahren hier und beobachte das genau. Aber auch in meiner alten Heimat Stuttgart tut sich da einiges. Die Hauptstadt ist jung, hier gibt es Kreuzberg, Mitte, wo die Leute Modemut beweisen. Unbedingt schick ist Berlin nicht, aber auf jeden Fall cool.“

NO-GOS

„Pelz muss nicht unbedingt sein. Andererseits muss man dann auch konsequent sein und auch mit dem Fleischessen aufhören. Beides ist unnötig, wobei Pelz zu tragen noch etwas unnötiger ist. Ansonsten finde ich, dass es keine Stil-No-Gos gibt. Besonders in Berlin sieht man immer Outfits, die eigentlich unmöglich sind – aber an der richtigen Person toll aussehen können.“

SPORTMODE

„Straßenkleidung und Sportkleidung sind in den vergangenen 25 Jahren ineinandergeflossen. Auch im Rap ging das früh los. Das hat sich alles mittlerweile in eine gewisse elegante Richtung verändert. Es gibt zum Beispiel sehr coole Mädels, die einen Hoodie mit einem Rock und hohen Schuhen super kombinieren.“

WOHLFÜHL-LOOK

„Ich bin ja inoffiziell quasi der Stylist der Fantas geworden und propagiere einen komplett schwarzen Look mit weißen Turnschuhen. Schwarz kleidet den Herrn ab 40 besonders gut – und macht schlank (lacht).“

NACHHALTIGKEIT

„Wir verschenken viele Teile an Freunde, andere Sachen geben wir in die Altkleidersammlung. Kleidung einfach wegzuwerfen, wäre schandhaft. Unsere Kollektion wird auch komplett in Europa hergestellt.“

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