Cecelia-Ahern-Verfilmung

Wie Steve Windolf lernte, sein Leben neu zu ordnen

Schauspieler Steve Windolf („Ku’damm 56“) hat eine Food-Firma gegründet. Am Sonntag ist er im ZDF in einer Romanze zu sehen.

Schauspieler Steve Windolf

Schauspieler Steve Windolf

Foto: Reto Klar

Steve Windolf hat Schluss gemacht. Nach zehn Jahren ist der Schauspieler aus seiner WG mit Kollege Christoph Letkowski ausgezogen und hat sich am Rosa-Luxemburg-Platz eine Wohnung genommen. Ein bisschen Wehmut sei dabei gewesen, erzählt er beim Interview im „Rose Garden“ gleich um die Ecke. Aber „mit 35 kann man auch mal sagen: ‚Digger, es war eine schöne Zeit‘. Dann dreht man sich um, vergießt ’ne Träne, sodass der andere es nicht sieht und nimmt ’ne Umzugskiste.“ Gefreut habe sich über den Schritt auch seine Freundin, Schauspielerin Kerstin Landsmann, für die Windolf zwischen Berlin und Düsseldorf pendelt: „Der Weg zwischen meinem Zimmer und dem Bad war eine nicht ganz ungefährliche Stolperfalle.“ Doch nicht nur privat stehen für den ehemaligen „Soko Köln“-Darsteller die Zeichen auf Neuanfang. Gerade hat der gebürtige Eisenhüttenstädter eine Firma gegründet. Mit „Foodism“ möchte er per App fertige Gerichte anbieten, die auf die Fitnessziele und den Körperbau des Kunden abgestimmt sind. Er selbst versuche, sich möglichst gesund und nachhaltig zu ernähren. Unterwegs sei das jedoch häufig schwierig.

Für das Projekt kann sich Windolf sogar vorstellen, eine Weile mit der Schauspielerei zu pausieren. Bis er einen Businesspartner und Investoren gefunden hat, bleibt er den TV-Zuschauern aber noch erhalten. Am 28. Januar (20.15 Uhr) ist er in der Cecelia-Ahern-Verfilmung „Ein Moment fürs Leben“ im ZDF zu sehen. In der Romanze lernt er als Teppichreiniger Don Lockwood die Übersetzerin Lucy Silchester kennen, die mithilfe eines mysteriösen Fremden ihr Leben neu ordnet. Auch Windolf hatte bei der Bewältigung seiner letzten „Lebenskrise“ rund um den 30. Geburtstag Unterstützung. Nach Sitzungen bei einer Heilpraktikerin habe er gelernt, seine Prioritäten neu zu ordnen. „Die Dinge müssen mir guttun“, sagt er.

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