Der Bachelor

Daniel Völz: "Man muss bereit sein, alles zu zeigen"

22 Frauen kämpfen in der RTL-Show um die Gunst des Berliners Daniel Völz. Ein Interview mit dem neuen "Bachelor".

Als Bachelor (32) hat Daniel Völz die Qual der Wahl: Welche Kandidatin hat eine der begehrten Rosen verdient?

Als Bachelor (32) hat Daniel Völz die Qual der Wahl: Welche Kandidatin hat eine der begehrten Rosen verdient?

Foto: Arya Shirazi / MG RTL D

Berlin. Mehr Hahn im Korb geht nicht: Daniel Völz begibt sich in diesem Jahr in der RTL-Kuppel-Show „Der Bachelor“ (mittwochs, 20.15 Uhr) auf Traumfrauen-Suche. Die letzte Beziehung des 32-Jährigen endete im November 2016, Zeit für was Frisches. Anfangs darf Völz zwischen 22 Damen in zumeist ebenso engen wie glitzernden Kleidchen auswählen, vier der Kandidatinnen mussten schon nach der ersten Folge die Heimreise antreten. Wir sprachen mit dem Immobilienmakler über Sex im Fernsehen, Baggertechniken und über die eine Frau, die sich seiner Liebe sicher sein kann.

Ihr Opa, Wolfgang Völz, wurde als Stimme von Käpt’n Blaubär bekannt, Ihre Oma Roswitha ist Tänzerin, Ihre Mutter ist ebenfalls Synchronsprecherin (unter anderem Baby in „Dirty Dancing“). Hat Ihre Familie Ihnen Tipps für die Show gegeben?

Daniel Völz : Ratschläge gab es nicht, aber alle haben sich sehr für mich gefreut. Meine Oma kannte die Sendung noch nicht richtig und meinte: „Glückwunsch zur Rolle.“ Mein Opa hat sie dann eines Besseren belehrt (lacht).

In der Auftaktsendung haben Sie zwei Damen verwechselt und mit falschem Namen angesprochen. Ist Ihnen das auch schon im realen Leben passiert?

Ja. Ich bin ein sehr visueller Mensch und merke mir Namen nicht so gut wie Gesichter. Bei so vielen hübschen Frauen auf einem Haufen ist man aber auch geblendet. In einer Beziehung ist mir das zum Glück noch nie passiert. Ich glaube, wenn man da den falschen Namen schreit, kann man sich gleich verabschieden.

Wo wir schon beim Thema sind: Sie schließen Sex vor der Kamera nicht aus. Was würde Ihre Familie dazu sagen?

Ich weiß nicht, ob sie klatschen oder nach der Kotztüte suchen würden. Aber Fremdscham gibt es bei uns nicht. Wenn überhaupt, wird über so etwas gelacht. Ich komme aus einer Künstlerfamilie, und wir reden offen über Sex. Ich erinnere mich daran, meine Mutter beim Kaffeklatsch gefragt zu haben, was das für Unterhosen sind, die zwischen die Poritze gehen. Da war ich sechs. Wir waren da immer schon sehr locker.

Wie locker muss man sein, um an so einem Format teilzunehmen?

Zur Teilnahme gehört in jedem Fall ein gewisser Exhibitionismus. Man muss bereit sein, alles zu zeigen. In meinem Fall ist es mir das wert. Ich habe die Chance, die große Liebe zu finden.

Moderatorin Sarah Kuttner hat getwittert, sie wolle den Bachelor gern daten, nur damit sie seine Oma kennenlernen kann. Was schätzen Sie am meisten an Ihrer Großmutter, die schon eine kleine Fangemeinschaft im Internet hat?

Meine Oma ist nicht nur die liebste Frau der Welt, sondern auch eine sehr lebensfrohe. Sie ist wahnsinnig stark, nach dem Krieg hat sie in Berlin Steine abgetragen. Jeder, der meine Oma kennt, kennt auch ihr großes Herz. Live ist sie noch toller als im Fernsehen. Vielleicht überlegt sich RTL ja etwas, um ihr eine Plattform zu geben.

Hat Sie in Liebesdingen das letzte Wort?

Nicht wirklich. Es wäre sehr traurig, wenn meine Freundin sich nicht mit meiner Familie verstehen würde. Aber letztendlich ist es mein Liebesleben, und es geht um mein Herz.

Die Vorschau zur neuen Folge lässt erahnen, dass es eine Watsche für Sie gibt. Blitzen Sie privat auch öfter mal ab?

Das ist für mich kein fremdes Areal. Aber ich habe mittlerweile genug Lebenserfahrung gesammelt, um mit solchen Situationen gut umzugehen.

Die Show gibt Ihnen die Wahl zwischen 22 Frauen. Wie sind Sie sonst zu Ihren Beziehungen gekommen?

Jede meiner vier festen Freundinnen habe ich eigentlich über Freunde kennengelernt. Ich finde, wenn man zu stark auf der Suche ist, findet man nicht das, was man braucht. Man muss locker bleiben.

Wie flirtet der Bachelor denn privat?

Der beste Flirttipp ist es, sich selbst treu zu bleiben und so zu sein, wie man ist. Blender fliegen irgendwann immer auf. Auf Dauer eine Rolle spielen, das klappt nicht. Von Anmachsprüchen halte ich nicht viel, damit bin ich ziemlich oft auf die Schnauze geflogen (lacht).

Gibt es Dinge, die Ihnen bei einer Frau besonders wichtig sind?

Offenheit, gute Manieren, Humor und eine richtige Haltung. Meine Großmutter ist Tänzerin, daher achte ich sehr darauf. Optisch habe ich keine bestimmten Vorlieben. Meine Exfreundinnen sehen alle unterschiedlich aus.

Was haben Sie aus Ihren bisherigen Beziehungen mitgenommen?

Aus jeder Beziehungen kann man etwas lernen. Wer das nicht macht, tut mir leid. Aus einer Partnerschaft kann man klarer hervorgehen. Jedenfalls wenn man weiß, warum es nicht gepasst hat.

Neben Ihrer Großmutter hatte noch eine besondere Herzensdame ihren großen Auftritt: Ihre Französische Bulldogge Bella. Muss ihre Potenzielle tierlieb sein?

Eigentlich zahle ich nur die Miete, die Wohnung, in der ich lebe, gehört eigentlich Bella (lacht). Es wäre sehr schade, wenn meine Partnerin nicht mit meiner Kleinen klarkäme. Aber da müsste man schon eine sehr schlimme Person sein. Bella hat nämlich eine gute Menschenkenntnis. Mein Tipp: Leckerlis und Zuneigung sind hilfreich.

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