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Gerit Kling will bald Oma werden

Neuer Mann und neues Glück in Potsdam: Schauspielerin Gerit Kling möchte ihre Familie in Zukunft noch weiter vergrößern.

Schauspielerin Gerit Kling lebt mit Ehemann Wolfram Becker und der gemeinsamen Patchworkfamilie in Potsdam

Schauspielerin Gerit Kling lebt mit Ehemann Wolfram Becker und der gemeinsamen Patchworkfamilie in Potsdam

Foto: dpa Picture-Alliance / Eventpress Fuhr / picture alliance / Eventpress

Potsdam. Seit neun Jahren spielt Gerit Kling die Ärztin Jasmin Jonas in der ZDF-Serie "Notruf Hafenkante" (donnerstags, 19.25 Uhr). Die 52-Jährige liebt ihre Rolle, doch nicht nur beruflich läuft es gut für die Schauspielerin. Seit Ende 2016 ist sie auch privat wieder glücklich verheiratet mit dem Unternehmer Wolfram Becker. Im Interview spricht sie über ihre neue, große Familie und Wünsche für die Zukunft.

Als Dr. Jasmin Jonas sind Sie fast von Anfang an dabei bei "Notruf Hafenkante". Wie sieht es mit Ihren medizinischen Kenntnissen aus?

Gerit Kling: Also ich kann sehr gut Wunden versorgen, das habe ich inzwischen gelernt (lacht). Ich kann auch Blut sehen, aber ich kann nicht sehen, wenn mir selbst Blut abgenommen wird. Da muss ich dann wegschauen, das geht nicht anders. Aber ich habe einen Trick, den ich schon seit meiner Kindheit anwende. Wenn ich weiß, ich bekomme einen Pieks, dann piekse ich mich vorher selber mit dem Finger. Das ist dann wie ein Blitzableiter und dann ist es nicht mehr so schlimm. Man kann den Schmerz, den man sich selbst zufügt, dann besser ertragen.

Für viele Schauspieler ist eine Serie auch in finanzieller Hinsicht ein absoluter Glücksfall. Sehen Sie das auch so?

Auf jeden Fall, wobei ich auch noch andere Standbeine habe und zum Beispiel viel Theater spiele oder auch inszeniere. Grundsätzlich ist die Serienrolle aber sehr wichtig für mich. 2018 werde ich wieder mehr drehen und naturgemäß weniger Theater spielen. Und natürlich bedeutet es eine gewisse Sicherheit, wenn man eine feste Rolle und somit ein regelmäßiges Einkommen hat. Man kann ganz anders planen, weiß, wenn man aus dem Urlaub zurückkommt, geht es weiter. Das ist schön.

Beruflich läuft es super, und auch privat sind Sie nach der Trennung von Ihrem Ehemann Stefan Henning wieder glücklich geworden …

Ja, ich bin total glücklich mit meinem Mann und liebe ihn total. Er ist ein absoluter Herzensmensch, mein Seelenpartner. Ich fühle mich ihm total verbunden, und das war relativ schnell schon so, nachdem wir uns kennengelernt hatten.

Sie sind in das Haus Ihres Mannes nach Potsdam gezogen …

Ja, wir wohnen in einem Haus mitten auf einer kleinen Insel in Potsdam, umgeben von Wasser, Bäumen und Natur pur. Und doch sind wir in der Stadt. Wir haben uns das wirklich schön hergerichtet und leben nun in einer absoluten Idylle. Das ist jetzt unser kleines Paradies. Wir haben auch eine Gartendusche, und wenn ich darunter stehe, dann kommen die ganzen Enten angewatschelt und duschen mit mir.

Wie haben Sie sich kennengelernt?

Wir haben uns bei einer Party bei ihm zu Hause kennengelernt. Da war ich über gemeinsame Freunde eingeladen. Das war relativ kurz nach meiner Trennung von Stefan und ich war noch sehr traurig. Eigentlich hatte ich auch gar keine Lust jemanden kennenzulernen. Wir haben uns an dem Abend aber gut unterhalten und es hat sich dann doch ergeben, dass wir uns ein paar Mal getroffen haben.

War es Liebe auf den ersten Blick?

Nein, das war es nicht. Ich glaube, das gibt es eher selten in unserem Alter. Ich finde, man muss sich erst einmal ein bisschen kennenlernen. Und es war so, dass er mir immer sympathischer wurde, je öfter wir uns getroffen haben. Wir haben beide recht schnell festgestellt, dass da doch eine große Verbundenheit ist zwischen uns. Und aus dieser Verbundenheit wurde dann auch ganz schnell eine richtig große Liebe. Er hat mir dann ganz klassisch einen Heiratsantrag gemacht. Das war total romantisch. Ich hatte für "Familie Dr. Kleist" in Eisenach gedreht. Wir waren auf der berühmten Wartburg, es gab Champagner und da hat er mich ganz süß gefragt und mir einen Ring an den Finger gesteckt. Das war filmreif. Ich fand das toll, dass wir uns richtig altmodisch verlobt haben.

Und wie war Ihre Hochzeit?

Wir haben mit etwa 100 Freunden gefeiert – aber es war trotzdem ein sehr privates Fest. Unsere Hochzeitsreise ging nach Sansibar. Mein Mann und ich lieben es übrigens beide zu reisen. Anfang dieses Jahres werden wir zusammen eine Asien-Rundreise machen. Wir werden zwei Monate unterwegs sein, durch Vietnam, Kambodscha, Thailand reisen. Eine Woche werden wir auch auf einem Schiff verbringen, ansonsten buchen wir Hotels.

Hat Ihr Mann Kinder?

Ja, er hat zwei Kinder, die wohnen auch bei uns. Seine Tochter studiert Architektur, sie kommt nur in den Ferien, und der Sohn wohnt auch bei uns. Mein Sohn Leon hat eine kleine Wohnung in Berlin, wo er Informatik im zweiten Semester studiert. In den Ferien ist er aber auch bei uns. Jetzt habe ich also drei Kinder.

Das heißt, gemeinsame Kinder waren kein Thema mehr …

Nein, das wollten wir nicht, wir sind dafür auch schon zu alt. Und eigentlich wünsche ich mir ja sowieso eher Enkelkinder. Leon könnte sich jetzt schon langsam mal ein bisschen beeilen und etwas Gas geben. Ich würde tatsächlich gerne bald Oma werden und ich glaube, ich wäre eine tolle Oma. Da hätte ich wirklich viel Freude dran. Mal schauen, wann das passiert.

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