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Neujahrsempfang der Makler über den Dächern Berlins

Treffen von Kollegen und guten Freunden in der 14. Interconti-Etage

Auch im Februar lässt sich noch hervorragend ein Neujahrsempfang feiern. Das hat am Sonnabend der Berliner Landesverband des Rings Deutscher Makler erneut unter Beweis gestellt. Schon zum 21. Mal lud er gemeinsam mit der Berliner Morgenpost ein, diesmal ins oberste Stockwerk des Hotels „Intercontinental“ an der Budapester Straße. RDM-Landesvorsitzender Markus Gruhn konnte nicht nur viele Branchengrößen begrüßen, sondern auch gute alte Freunde und Bekannte aus der Politik. Zum Beispiel Berlins ehemaligen Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit, der bereits zum zwölften Mal Gast dieser Traditionsveranstaltung war und den Gruhn charmant „Berlins besten Botschafter im In- und Ausland“ nannte.

Oder den Unternehmer und ehemaligen Berliner Finanzsenator Ulrich Nußbaum. Mit dem hatte sich Gruhn vor einigen Jahren „auf höchstem Niveau duelliert“, wie er bekannte. Es ging um die damals vom Senat geplante Senkung der Maklergebühren. Beide sind nicht nachtragend und können heute gemeinsam einen schönen Abend verleben. Auch so kann Politik sein.

Die blieb an dem Abend nicht außen vor, was die gelöste Stimmung aber keineswegs trübte. Gruhn schoss in seiner Begrüßungsansprache einige Spitzen auf US-Präsident Donald Trump und Bundeskanzlerin Angela Merkel ab und kam auch um den Pannenflughafen BER nicht herum. Der sei der beste Beweis dafür, dass mit Beginn eines neuen Jahres alte Probleme nicht verschwunden sind. „Viele fliegen dort, nur leider keine Airlines“, sagte der Makler-Landeschef. Ulrich und Birgitt Nußbaum diskutierten angeregt mit Wowereits Amtsvorvorgänger Walter Momper und seiner Frau Anne über das geplante Einheits- und Freiheitsdenkmal am Berliner Schloss und den nicht minder umstrittenen Entwurf für das Museum des 20. Jahrhunderts am Berliner Kulturforum.

Für Vladimir Kotenev, ehemals russischer Botschafter in Berlin, und seine Frau Maria Koteneva war der Neujahrsempfang eine willkommene Unterbrechung ihrer Reisevorbereitungen. Sie fliegen am Montag nach Moskau. Außerdem im Hotelrestaurant „Hugos“ dabei: Schauspielerin und Moderatorin Annabelle Mandeng sowie DJ John Munich, alias John Jürgens. Der Sohn von Udo Jürgens legte auf und brachte die Geschäftsleute und Politiker in Party-Stimmung. Robert Burghardt, Leiter der Rubrikenmärkte in der Berliner Morgenpost, hatte noch einen Tag vor dem Empfang beruflich in Köln zu tun und war dort natürlich auch beim Karneval. Sein Fazit: Berliner Makler können beim Feiern mit Kölner Jecken gut mithalten.