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Feiern bei den Bayern

Filmfernsehfonds und Bayerische Vertretung an der Behrenstraße laden zum zünftigen Frühtermin nach Mitte

Weißwurst, Bier und Apfelstrudel – der Filmempfang der Bayerischen Vertretung ist für viele einer der Lieblingstermine der Berlinale. Bei anderen Empfängen stehen die Gäste dicht gedrängt mit ihren Weingläsern zusammen, hier sitzen Schauspieler und Regisseure gemütlich mit gefüllten Tellern an den Tischen. "Ich habe lange in Bayern gelebt und freue mich besonders auf die Weißwurst", sagt Schauspielerin Iris Berben, die am Donnerstagmorgen zum Empfang an die Behrenstraße nach Mitte gekommen ist. Auch Kollegin Senta Berger ist mit ihrem Mann Michael Verhoeven erschienen. Dieses Jahr habe sie nur wenige Filme auf der Berlinale sehen können, so die 75-Jährige. Besonders habe ihr jedoch das Kiezkino-Programm gefallen. "Dort gibt es einen lebhaften Dialog zwischen Publikum und Filmemachern, das ist einzigartig und gefällt mir immer wieder." Die Schauspielerei sei auch nach den vielen Jahren ein toller Beruf für sie. "Heute werden viele Menschen in Berufe gedrängt, die sie eigentlich nicht machen wollen. Mit der Schauspielerei Geld verdienen zu können, sehe ich als großes Geschenk an."

Nachdem Gäste wie die Schauspieler Jannis Niewöhner, Bibiana Beglau, Rosalie Thomass, Heinz Hoenig, Franziska Weisz, Jutta Speidel, Bettina Zimmermann, Mina Tander, Irina Wanka, Regisseur Florian Gallenberger und Autorin Katja Eichinger für die Fotografen posiert hatten, eröffnete Bayerns Bundesratsminister Marcel Huber die Veranstaltung mit lobenden Worten über den heimischen Filmstandort. Dann wurde das Buffet eröffnet.
Bevor es an die Holztische ging, gab Iris Berben noch ein Paar Tipps für junge Schauspieler: Es sei wichtig, selbstbewusst zu sein und seine Stärken zu fördern, statt sich zu sehr an anderen Menschen zu orientieren. "Und wer dann noch Leidenschaft, Talent und Lust mitbringt, das Handwerk eines Schauspielers zu erlernen, kann sich durchsetzen", versprach Berben.

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