Heiner Lauterbach

Maya Lauterbach tritt in die Fußstapfen ihres Vaters

Heiner Lauterbach hat seine 14-jährige Tochter Maya für einen Film besetzt. Die Berliner Morgenpost traf Vater und Tochter zu einem Gespräch.

ARD Degeto SPUREN DER RACHE, Teil 2, am Mittwoch (04.01.17) um 20:15 Uhr und um 01:10 Uhr im ERSTEN.Yasmin (Maya Lauterbach) erfährt von Frank Henning (Heiner Lauterbach) die Gründe, warum er sich mit gefälschten Papieren als Privatlehrer ausgegeben hat.© ARD Degeto/Luis Koppelkamm, honorarfrei - Verwendung gemäß der AGB im engen inhaltlichen, redaktionellen Zusammenhang mit genannter Degeto-Sendung und bei Nennung "Bild: ARD Degeto/Luis Koppelkamm" (S2+). ARD Degeto/Programmplanung und Presse, Tel: 069/1509-335, degeto-presse@degeto.de

ARD Degeto SPUREN DER RACHE, Teil 2, am Mittwoch (04.01.17) um 20:15 Uhr und um 01:10 Uhr im ERSTEN.Yasmin (Maya Lauterbach) erfährt von Frank Henning (Heiner Lauterbach) die Gründe, warum er sich mit gefälschten Papieren als Privatlehrer ausgegeben hat.© ARD Degeto/Luis Koppelkamm, honorarfrei - Verwendung gemäß der AGB im engen inhaltlichen, redaktionellen Zusammenhang mit genannter Degeto-Sendung und bei Nennung "Bild: ARD Degeto/Luis Koppelkamm" (S2+). ARD Degeto/Programmplanung und Presse, Tel: 069/1509-335, degeto-presse@degeto.de

Foto: ARD Degeto/Luis Koppelkamm

Am 2. und 4. Januar spielen Heiner und Maya Lauterbach gemeinsam in dem ARD-Zweiteiler „Spuren der Rache“ (20.15 Uhr). Ein Gespräch mit Vater und Tochter über Vorbilder, Berufswünsche und strenge Eltern.

Herr Lauterbach, hatten Sie Bedenken, Ihre Tochter für „Spuren der Rache“ zu besetzen? Immerhin spielen Sie darin einen Mann, der die Mörder seiner Familie zur Rechenschaft zieht, es geht ziemlich blutig zu.

Heiner Lauterbach: Nein, Bedenken hatte ich nicht. Die Arbeit ist förderlich für ihre Entwicklung. Welche 14-Jährige kann schon die Sommerferien am Filmset verbringen? Aus meiner eigenen Biografie weiß ich: Es erweitert den Horizont, unterschiedliche Dinge im Leben zu machen. An so einem Projekt mitzuwirken, kann nur von Vorteil für Maya sein. Und das Blut, das Sie ansprechen, ist doch nur Farbe.

Willst du Schauspielerin werden, Maya?

Maya Lauterbach: Ja. Der Beruf ist toll, man kann komplett jemand anderes sein, das macht mir großen Spaß. „Spuren der Rache“ war nicht mein erster Film – vor ein paar Jahren hatte ich schon eine Rolle in dem Kinderfilm „V8 – Du willst der Beste sein“ und in der Fortsetzung „V8 – Die Rache der Nitros“. Wir haben in den Sommerferien gedreht, das passte gut. Ich hatte 24 Drehtage in einer kleinen Stadt in Marokko, in Tanger. Das war aufregend für mich – das fremde Land, viele neue Leute.

Wollen Sie wirklich, dass Ihre Tochter Ihren Berufsweg einschlägt, Herr Lauterbach? Schließlich kennen Sie die Schattenseiten der Prominenz: Sie wissen, was es heißt, überall erkannt zu werden.

Heiner Lauterbach: Glauben Sie mir, bekannt zu sein, hat nicht nur Schattenseiten. Wenn Sie in ein volles Lokal kommen und ohne Reservierung einen Tisch haben wollen, dann hat man als Prominenter Vorteile. Einem Buchhalter bleibt so eine Erfahrung verwehrt. Ich werde als Schauspieler von vielen Leuten respektiert für das, was ich tue.

Maya Lauterbach: Ich weiß noch, ich muss vier gewesen sein, als jemand auf der Straße unbedingt ein Foto von Papa machen wollte. Ich habe das damals überhaupt nicht verstanden, warum der ein Foto von Papa wollte und nicht von mir. Inzwischen habe ich mich daran gewöhnt, dass er in der Stadt oft um Autogramme gebeten wird.

Wirst du in der Schule häufig auf deinen berühmten Vater angesprochen?

Maya Lauterbach: Eigentlich will ich darüber gar nicht sprechen. Wenn ein neuer Mitschüler in die Klasse kommt und er mich nach meinem Nachnamen fragt, dann erkläre ich natürlich, dass mein Vater der Schauspieler ist. Aber ich will darüber keine Romane erzählen, und meine Mitschüler akzeptieren das. Auf meiner Schule sind viele Kinder mit bekannten Eltern, deshalb spielt der Name auch gar keine so große Rolle.

Welchen Rat geben Sie Ihrer Tochter?

Heiner Lauterbach: Der Beruf hat viele gute Seiten. Wenn Maya nicht nur das Talent, sondern die Leidenschaft und den Ehrgeiz mitbringt, dann würde ich ihr empfehlen, Schauspielerin zu werden. Ich selbst hatte diese Leidenschaft früh. Als ich zehn war, bin ich mit meiner Mutter in Köln ins Theater gegangen. Ich habe sofort gemerkt, dass das mein Ding ist und habe meiner Mutter zugeflüstert: Ich sitze auf der falschen Seite, ich gehöre auf die Bühne. Aber Maya soll erst mal die Schule fertig machen. Von mir aus kann sie auch Gärtnerin werden, wenn sie das glücklich macht.

In Ihrer Autobiografie „Nichts ausgelassen“ geht es um Drogen- und Frauenexzesse. Erzählen Sie Ihrer Tochter eigentlich alles, was Sie früher so getan haben?

Heiner Lauterbach: Das kann sie alles in meinem Buch nachlesen.

Maya Lauterbach: Ich weiß überhaupt nicht, ob ich das Buch habe. Mich interessiert gar nicht alles, was mein Papa gemacht hat. Nur die Geschichten über Frauen, die finde ich schon spannend (sie lacht).

Sind Sie ein strenger Vater?

Maya Lauterbach: Das kommt auf die Situation an.

Heiner Lauterbach: Ich bemühe mich, konsequent zu sein. Meine Frau Viktoria und ich lassen unseren Kindern große Freiräume, greifen aber ein, wenn es nötig ist – zum Beispiel, wenn es um die Schule geht oder darum, dass man Maß hält bei diesem ganzen elektronischen Dreckszeug. Ich möchte Werte vermitteln. Es ist mir wichtig, dass meine Kinder empathisch sind, nicht lügen und nicht den ganzen Tag mit dem Handy spielen. Was die Strenge angeht: Ich versuche, mich mit meiner Frau abzuwechseln. Ist sie in einer Situation streng, reiche ich den Kindern die Hand zur Versöhnung und andersrum. Wenn meine Frau sich über etwas ärgert, kann es allerdings richtig laut werden.

Maya, empfindest Du Deinen Vater als streng? In welchen Situationen zeigt sich das?

Maya Lauterbach: Mein Vater kann schon streng sein, im Sinne von konsequent. Es kommt auf die Situation an. Was er zum Beispiel überhaupt nicht ausstehen kann ist, wenn wir Kinder uns gegenseitig verpetzen. Dann sagt er immer: „Das größte Schwein im ganzen Land …“ – wie geht das noch mal, Papi?

Heiner Lauterbach: „… das ist und bleibt der Denunziant!“ (Beide lachen.)

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