„Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt“

Rotes Gefährt und roter Teppich

Im Kino in der Kulturbrauerei feiert der Kinderfilm „Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt“ Berlin-Premiere

Filmpremiere Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt, Kind Arsseni Bultmann mit Regisseur Wolfgang Groos

Filmpremiere Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt, Kind Arsseni Bultmann mit Regisseur Wolfgang Groos

Foto: Massimo Rodari

Um 15.30 Uhr landete am Sonntagnachmittag das rote Fliewatüüt auf dem roten Teppich am Kino in der Kulturbrauerei in Prenzlauer Berg. Der war zur Berlinpremiere von „Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt“ passenderweise grau und der Startbahn eines Flughafens nachempfunden. Besetzt war das Gefährt, das der Geschichte nach wie ein Hubschrauber fliegen, wie ein Schiff schwimmen und wie ein Auto fahren kann, mit Arsseni Bultmann, Hauptdarsteller, und Wolfgang Groos, Regisseur der Kinderkomödie.

Die Geschichte: Tobbi Findteisen (Bultmann) ist ein leidenschaftlicher Erfinder. Sein größtes Projekt, das Fliewatüüt, kommt zum Einsatz, als er dem Roboter Robbi begegnet, der nach der Bruchlandung seines Raumschiffes von seinen Eltern getrennt wurde. Zusammen machen sie sich auf die Suche und werden dabei von dem bösen Sir Joshua (Friedrich Mücke) und seinen Agenten Sharon Schalldämpfer (Alexandra Maria Lara) und Brad Blutbad (Sam Riley) verfolgt. Die wollen mithilfe von Robbi ihre eigenen finsteren Pläne in die Tat umzusetzen.

„Ich wollte diese Rolle unbedingt spielen“, so der elfjährige Arsseni Bultmann. Deshalb habe er beim Casting sein Allerbestes gegeben. Die Buchvorlage von Boy Lornsen, nach der in den 70er-Jahren auch schon eine WDR-Reihe gedreht wurde, habe er allerdings erst für die Rolle gelesen. „Das Drehbuch hat mir aber besser gefallen, weil es moderner ist“, so der Berliner. Für den Nachwuchsschauspieler ist es die erste Hauptrolle. Von seinen erwachsenen Kollegen habe er am Set viel gelernt. Die ließen sich wiederum von der Begeisterung für das Fliewatüüt anstecken. „Wir durften bei den Dreharbeiten mit dem Fliewatüüt herumfahren“, so Friedrich Mücke. Er habe große Freude daran gehabt, in einem Kinderfilm den Bösewicht zu spielen. „Man darf die Kinderdarsteller ganz ungestraft Eierkopp nennen. Das war ein großer Genuss“, so der Vater von drei Kindern. Seine älteste, fünfjährige Tochter dürfe sich den Film auch schon anschauen. Bei der Premiere in Köln sei er bereits von den kleinen Zuschauern zu seiner Darstellung beglückwünscht worden.

Noch nicht alt genug fürs Kino ist hingegen der zweijährige Sohn von Alexandra Maria Lara und Sam Riley. „Wir fangen gerade erst mit kurzen Kindertheaterstücken an“, so die 38-Jährige. Außerdem seien derzeit die Serien „Sam der Feuerwehrmann“ und „Bob der Baumeister“ sehr beliebt. Die beiden Schauspieler, die sich vor zehn Jahren bei den Dreharbeiten zu dem Film „Control“ kennengelernt haben, hatten dieses Mal ganz besonders viel Spaß bei der Arbeit, da sie sich für eine Szene prügeln durften. „Ich denke, jedes Paar wünscht sich manchmal, so etwas spielen zu dürfen“, so Lara. „Es war eigentlich alles wie zu Hause“, so Riley.