Preisverleihung in Berlin

„GQ Männer des Jahres“-Award: Die Rückkehr der Gentlemen

In der Komischen Oper werden zum 18. Mal die „GQ Männer des Jahres“-Awards verliehen. Zahlreiche Prominente kamen zu der Gala.

Bill Murray(links) bekam den Award für sein Lebenswerk.

Bill Murray(links) bekam den Award für sein Lebenswerk.

Foto: Andreas Rentz / Getty Images for GQ

Wann ist der Mann ein Mann? Diese Frage trieb die Gäste am Donnerstagabend bei den diesjährigen „GQ Männer des Jahres“-Awards besonders um.

Spätestens seit zwei Tagen habe die Gattung Mann dringend eine Rehabilitation nötig, so begrüßte Condé-Nast-Verleger Moritz von Laffert sein Publikum in der Komischen Oper an der Behrenstraße in Anspielung auf die Wahl Donald Trumps zum neuen US-Präsidenten.

Und die ausgezeichneten Männer gaben sich alle Mühe, diesem Anspruch gerecht zu werden. „Seinen Mann zu stehen bedeutet für mich, eine Haltung zu haben, auch politisch“, so Schauspieler Wotan Wilke Möhring, der in der Kategorie „Film National“ ausgezeichnet wurde.

„Kompliment an alle Männer hier, ich habe keinen gesehen, der nicht gut aussieht“, lobte Fußballer Jérôme Boateng, Preisträger in der Kategorie „Sport“. Das galt insbesondere für Musiker will.i.am, der den Award als best angezogener Mann erhielt.

Mit Naomi Campbell, ausgezeichnet als „Model des Jahrhunderts“, und Schauspielerin Liv Tyler, ausgezeichnet als „Gentlewoman of the Year“, sorgte er für internationalen Glanz auf dem roten Teppich. Für sein Lebenswerk ausgezeichnet wurde Schauspieler Bill Murray. „Wenn man lange genug lebt, kriegt man zwangsläufig irgendwann so einen Preis“, so Murray.

„Und dass ich eine Modeikone bin, ist ja offensichtlich.“ Neben seinen offiziellen Verpflichtungen möchte der „Lost in Translation“-Darsteller seine Zeit in Berlin auch nutzen, um die Stadt noch besser kennenzulernen. Er werde sich ein Fahrrad mieten, auf die Museumsinsel fahren und Restaurants besuchen, die er durch Freunde kenne, sagte er.